Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Hanfblüten 2Straubing, 28. Februar 2019 * Am 16. Februar trafen sich etwa 30 Landwirte in Hallbergmoos zu einem von der Hanfinitiative Bayern n.e.V organisierten Vernetzungstreffen. Das Treffen bot als Folgeveranstaltung des 1. Bayerischen Hanfbauerntags am 26. Januar die Möglichkeit, Erfahrungen und offene Fragen zu Themen wie Sortenwahl, Anbau, Ernte und Vermarktung zu diskutieren.

Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführerin der Hanfinitiative Bayern n.e.V., Uta Stechl, stiegen die Teilnehmenden sofort ins Thema ein. Um die regionale Vernetzung anzuregen wurden hierzu Adressen und Kontaktdaten ausgetauscht. So fanden sich die Landwirte an regionalen Tischen zusammen.

Frau Stechl stellte den Anbauleitfaden, der vom Team der Bayerischen Hanfinitiative zusammengestellt wurde, vor. Anhand dieses Leitfadens wurden die unterschiedlichen Schritte des Hanfanbaus und Praxiserfahrungen diskutiert.

Thematisiert wurden unter anderem Sortenwahl und Aussaatzeitpunkte in Abhängigkeit vom Vermarktungsziel. So eignen sich niedrige Sorten wie Felina besonders für die Produktion von Hanfkörnen und hohe Sorten eher für die Faserproduktion. Auch die Aussaatstärke hat einen großen Einfluss auf die Verwertbarkeit. Eine höhere Aussaatdichte führt zu weniger verzweigten Pflanzen und verbessert damit auch die Faserqualität, da längere und feinere Fasern entstehen. Wichtige Parameter bei der Aussaat sind außerdem die Bodenfeuchte und -temperatur. Hanf sollte in abgetrockneten warmen Boden in eine Tiefe von ca. 3 bis 4 cm gesät werden. Auch Schwierigkeiten bei der Ernte und der zur Verfügung stehenden Erntetechnik wurden besprochen. In diesem Zusammenhang wurde auf fehlende Erntetechnik zur CBD-Gewinnung hingewiesen. Hier bestehe jedoch die Möglichkeit, angepasste Erntetechnik zu entwickeln. Es wäre beispielsweise eine Ernte der Blüten ohne Stengel denkbar.

Auch Vermarktungsmöglichkeiten und die Preissituation bei den unterschiedlichen Segmenten wie CBD und Körnern wurden diskutiert. Außerdem wurden Informationen zur Nutzung von Hanfkörnern und -blüten als Nahrungsmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel gegeben. Derzeit liefert die Hanfinitiative Bayern ihr Rohmaterial zur Extraktion nach Österreich. Laut den Beteiligten wäre eine regionale Verarbeitung in Bayern jedoch wünschenswert. Dezentrale Hofanlagen wurden hier als Lösungsansatz gesehen. Insgesamt nutzten die Landwirte die Veranstaltung für intensiven Austausch untereinander. Erfahrene Landwirte gaben ihr Wissen an Andere weiter.

Interessierte können sich an die Bayerische Hanfinitiative n.e.V. und C.A.R.M.E.N. e.V. (per Mail an oder telefonisch an 09421 960 300) wenden.


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