Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


MüllStraubing, 6. September 2018 * Plastik ist eine Gefahr für unsere Meere, Flüsse und Seen. Häufig halten Tiere wie Meeresschildkröten oder Vögel Plastik für Futter. Auch verloren gegangene Fischernetze führen zu Problemen, wenn sich Fische und Vögel darin verfangen.

Pro Jahr werden ca. zehn Millionen Tonnen Plastik von Land in die Ozeane eingetragen. Diese Menge könnte sich bis zum Jahr 2025 sogar verzehnfachen, wenn wir unsere gewohnten Verhaltensweisen nicht ändern, so die Wissenschaft. Plastik ist überall auf der Erde angekommen, aufgrund seiner Haltbarkeit, finden sich selbst in der Arktis oder in der Tiefsee seine Überreste. Eine besondere Rolle spielen auch Flüsse als Eintragspfad. Die Belastung mit Plastikmüll ist in unseren Flüssen ähnlich hoch wie im Meer. Es gelangen beispielsweise täglich mehr als vier Tonnen Abfälle über die Donau ins Schwarze Meer. Nur 15 Prozent des Meeresmülls treiben an der Oberfläche, 70 Prozent sinken auf den Grund und weitere 15 Prozent gelangen früher oder später an die Küste.

Plastik wird nur sehr langsam durch Salzwasser, Sonne oder Reibung zerkleinert, bis es mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrnehmbar ist, dabei werden Stoffe wie Weichmacher und Flammschutzmittel frei. Partikel die kleiner als 5 mm sind werden als sekundäres Mikroplastik bezeichnet. Unter primärem Mikroplastik versteht man hingegen kleinste Plastikpartikel, die direkt in die Umwelt gelangen. Mikroplastik kann über verschiedenste Wege eingetragen werden. Es wird in Kosmetik und Haushaltsmitteln als Schleifpartikel eingesetzt. Beim Waschen lösen sich Kunstfasern aus den Kleidungsstücken. Auch Reifenabrieb und industrielle Schleif- und Strahlmittel führen zu Mikroplastik. Da Mikroplastik nicht über Kläranlagen aus dem Abwasser entfernt werden kann gelangt es oft ungehindert in Böden und Gewässer.

Aus einer 1980 gestarteten Initiative entwickelte sich bis heute die größte Meeresschutzaktion der Welt, der International Coastal Cleanup. Jedes Jahr, am dritten Septemberwochenende, treffen sich Menschen, um gemeinsam Flüsse, Seen und Strände von Müll zu befreien. 2017 sammelten ca. eine halbe Million Menschen, aus 112 verschiedenen Ländern, über 8.300 Tonnen Müll.

Einen Cleanup in Ihrer Nähe finden Sie hier.


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