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fussballAuch im Sport ist die Bioökonomie angekommen

Straubing, 20. Juni 2018 * Derzeit sitzen Fußball-Fans auf der ganzen Welt vor Fernsehern und Großbildleinwänden und verfolgen mit Spannung die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Auch die Bioökonomie ist Teil dieses Erlebnisses. Der offizielle WM-Fußball „Telstar 18“ enthält einen umweltfreundlichen, biobasierten Kautschuk auf Basis von Zuckerrohr.

Der offizielle WM-Ball besteht in diesem Jahr zu einem Teil aus biobasiertem Kautschuk. Unter der Außenhaut des Balls befindet sich eine Moosgummischicht, die als Polster dient und für ein optimales Abprallverhalten sorgt. Genau dieser wichtige Bestandteil besteht nun zum ersten Mal aus biobasiertem Kautschuk auf Zuckerrohrbasis. Das Material bietet zahlreiche Vorteile. Es ist besonders leicht, lässt sich optimal verarbeiten, ist elastisch und zugleich umweltfreundlich, da bei der Produktion weniger fossile Rohstoffe verbraucht werden.

Wie in diesem Beispiel ist die Bioökonomie auch in vielen anderen Fällen durch Materialinnovationen geprägt, die Nachhaltigkeit und hohe Funktionalität miteinander verbinden. Von Funktionsshirts aus Kaffeeresten, Outdoorkleidung aus Biokunststoff, Turnschuhe aus Spinnenseide, Tennisschläger aus Flachs bis zu Fahrrädern aus holzbasierten Leichtstoffröhren ist vieles möglich. Bioökonomieansätze nutzen alternative Rohstoffe aus Pflanzen und Reststoffen um daraus innovative und nachhaltige Produkte zu entwickeln.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklungsarbeit in diesem Bereich im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“. In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise ein Projekt der Universität Freiburg zur Herstellung von Spinnenseide mittels Bakterien unterstütz. Auch dieses Material hat seinen Weg in den Sportsektor gefunden. Ein Turnschuh aus Spinnenseide ist nicht nur ressourcenschonend, sondern ist auch 15 Prozent leichter als ein Schuh aus herkömmlichem Material.

Wie man sieht, ist die Bioökonomie längst in unserem Alltag angekommen. Durch die Kombination aus Hightech-Fortschritt und ökologischem Bewusstsein trägt sie dazu bei in vielen Wirtschaftszweigen das Portfolio an umweltfreundlichen Produkten zu erweitern.

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