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Das nova-Institut veröffentlicht den umfassenden Markt- und Trendreport „Bio-based Building Blocks and Polymers – Global Capacities and Trends 2017-2022“

Straubing, 24. Mai 2018 * Die Produktionskapazitäten für biobasierte Polymerer wachsen nahezu konstant um 3-4 % pro Jahr. Dieses Wachstum erfolgt analog zum petrochemischen Bereich. Der Anteil am Gesamtpolymermarkt bleibt somit auf einem Niveau von 2 %. Die individuelle Entwicklung von einzelnen Polymeren kann davon jedoch stark abweichen. Währen manche sich deutlich schlechter etablieren als vermutet (z. B. bio-PET), weisen anderen konstante oder leicht steigende Kapazitäten auf und wenige zeigen sogar ein signifikantes Wachstum (z. B. PLA). Die zukünftigen Aussichten sind für biobasierte Polymere wie PHA, PEF, bio-PE und bio-PP durchaus positiv. Herausforderungen ergeben sich jedoch durch niedrige Rohölpreise, mangelnde politische Unterstützung und unausgelastete Kapazitäten. Die biologische Abbaubarkeit einiger Polymere hat es bisher nicht geschafft einen wirklichen Marktvorteil zu generieren.

Der Report enthält ausführliche Informationen zur Entwicklung der Produktionskapazitäten von 2011 bis 2022 pro Building-Block und Polymer sowie zu verschiedenen Produzenten. Außerdem sind Informationen zur Marktentwicklung aufgeführt.

Die biobasierten Polymere erreichten 2017 weltweit eine Kapazität von 4,6 Millionen Tonnen. Ergänz um das schwer zu schätzende biobasierte PUR ergibt sich eine Kapazität von 6,4 Millionen Tonnen. Für 2022 werden 5 Millionen Tonnen ohne und 7,5 Millionen Tonnen mit PUR prognostiziert.

Wird die Entwicklung der gesamten biobasierten Polymere betrachtet, zeigt sich nach starkem Wachstum in den Jahren 2011 bis 2014 ein deutlich abgeflachtes Wachstum mit 3-4 % für die Periode von 2014 bis 2017. Dieser Trend wird sich nach neuen Schätzungen auch bis 2022 fortführen. Eine Steigerung könnte durch höhere Ölpreise, staatliche Unterstützung oder technische Innovationen erreicht werden.

Vertreter aus der Unterkategorie „dedicated bio-based polymers“ (dezidierte biobasierte Polymere) haben kein direktes Pendant aus der Petrochemie. Für diese Gruppe ergibt sich daher ein niedrigerer Preisdruck durch Rohölpreise, zudem bieten sie neue Eigenschaften und Funktionalitäten. Aus diesen Gründen zeigen sie im Vergleich zu Drop-in-Gruppen ein höheres Wachstum, welches voraussichtlich auch bis 2022 anhalten wird. Biobasierte Polymere wie PLA etablieren sich zunehmend, es werden neue Produktionskapazitäten geschaffen sowie neue Polymere wie PHA und PEF auf dem Markt eingeführt. In diesem Bereich ergeben sich daher die meisten Innovationen und auch Neuentwicklungen sind zu erwarten. Der Erfolg ist dabei maßgeblich durch eine schnelle Marktintegration und den generierten Mehrwert für Politik und Gesellschaft beeinflusst.

Bei den biobasierten Building-Blocks zeigt sich mit 5-6 % ein deutlich höheres Wachstum als bei den biobasierten Polymeren insgesamt. Dieser Unterschied ist auf zwei Hauptgründe zurückzuführen. Zum einen sind biobasierte Building-Blocks in der Regel die Basis für spezielle biobasierte Polymere für die sich ebenfalls ein höheres Wachstum zeigt. Zum anderen können sie sowohl in Strukturpolymeren als auch in Funktionspolymeren und in vielen weiteren Anwendungen genutzt werden.

Der Markt- und Trendreport wurde von der internationalen Biopolymer Expert Group unter Leitung des nova-Instituts erstellt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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