Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


E- Energiepflanzen.rap10Straubing, 17. Juli 2015 * (jl) * Zum ersten Mal ist im Landkreis Hof ein besonderes Spritzverfahren zur kleinflächigen Sanierung schadhafter Straßen zum Einsatz gekommen. Mit einem innovativen rapsölhaltigen Bitumen-Splitt-Gemisch dichtetete die Firma Geuder Straßensanierung und ihr Partner Vialit Asphalt im Auftrag der Stadt Schwarzenbach an der Saale Risse und schadhafte Stellen auf der Gemeindeverbindungsstraße von Hallerstein nach Oberschieda ab. Zum Abschluss der Sanierung wird in einem zweiten Arbeitsgang wenige Wochen später eine großflächige Oberflächenbehandlung mit gleichem Material durchgeführt. Vor drei Jahren hatte Geuder im Hofer Landratsamt ein Teilstück nach diesem neuen Verfahren saniert: „Das hält heute noch.“

Auf diese Weise werden insgesamt ca. 6500 qm Fahrbahn auf einer Länge von 1,3 km repariert. Es wird ein reaktiv aushärtendes Mischgut eingesetzt, wobei das rapsölhaltige Bindemittel mit Wasser reagiert. Beim konventionellen Verfahren werden Risse und Schlaglöcher bislang mit Kaltasphalt oder rein bitumenhaltigen Materialien repariert. Im Vergleich kostet das rapsölhaltige Mischgut deutlich weniger und gilt als sehr lange haltbar. Laut Geuder müsse man erst wieder nach 10 Jahren eine grundlegende Wiederherstellung des Straßenbelags anvisieren.

Würde die Fahrbahn in herkömmlicher Weise saniert, müssten die Fahrbahnschichten aufwendig abgefräst und neu aufgebaut werden. Dies kostet mit etwa 25 Euro pro qm relativ viel Geld. Das neuartige Verfahren mithilfe eines dreiachsigen Spezialfahrzeug, das es in dieser Form nur in Österreich gibt, kostet hingegen mit 6-7 Euro pro qm wesentlich weniger. Dabei befindet sich im Heck des Fahrzeugs je ein Bunker für Binder und Splitt. Über eine Zuleitung werden beide Komponenten gemischt und über eine Lanze vor dem Fahrzeug auf die Straße aufgetragen. Je nach Notwendigkeit können nur Bindemittel oder nur Splitt, oder beides zusammen aufgetragen werden. Während bei den punktuellen Vorarbeiten das aufgetragene Binder-Splitt-Gemisch nachgewalzt wird, schließt sich bei der Oberflächenbehandlung über die gesamte Fahrbahnbreite lediglich ein Abstreuen mit feinem Splitt an.

Zu den Vorteilen des neuartigen Verfahrens gehören eine verbesserte Griffigkeit sowie eine Ebenflächigkeit. Der größte Pluspunkt ist jedoch, dass kein Wasser mehr in die Fahrbahn eindringen kann. Auch sind die Bauarbeiten unabhängig vom Wetter und können auch bei Temperaturen von Null Grad durchgeführt werden.


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