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BMEL Sonderpreis "Nachwachsende Rohstoffe" prämierte Jugend forscht - Projekt

2015 CHE 30 downloadStraubing, 9. Juni 2015 * (jl) * Es muss nicht immer Erdöl sein – wichtige industrielle Grundchemikalien wie Ethylen lassen sich auch aus pflanzlichen Rohstoffen herstellen. Das haben Levin Winzinger, Larissa Roth und Felicitas Kaplar mit ihren Versuchen gezeigt. Bundesminister Christian Schmidt zeichnete beim 50. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" die drei Gymnasiasten aus Bayern (Hösbach) mit dem Sonderpreis "Nachwachsende Rohstoffe" aus.

Die Schüler untersuchten zunächst ein katalytisches Crack-Verfahren, mit dem schon heute Ethen aus Glyzerin gewonnen wird. Durch Verbesserungen des Katalysators gelang es ihnen, diesen Ansatz zu verbessern und die Gasausbeute deutlich zu steigern. In einem zweiten Schritt ersetzten sie Glyzerin durch Pflanzenöle und testeten auch gebrauchtes Frittierfett. Ihre Analysen der erzeugten Gase belegen, dass das Verfahren mit Pflanzenölen einfacher und effizienter wird. Die Ausbeute an industriell bedeutenden Olefinen wie Ethen und Propen ist höher. Zudem hält der Katalysator länger und lässt sich einfacher regenerieren. 

Der Sonderpreis "Nachwachsende Rohstoffe" wurde durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits zum sechsten Mal verliehen und ist mit 1.500 Euro dotiert. Mit der nun schon traditionellen Preisstiftung bei Jugend forscht zielt das BMEL darauf ab, junge, wissenschaftsaffine Menschen für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu begeistern.


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