Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


IMG 4373Straubing, 8. Mai 2015 * (jl) * Die Vielfalt der am Markt verfügbaren Biokunststoffvarianten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Aktuelle Marktstudien offenbaren, dass ein Großteil dieser Biokunststoffe im Verpackungsbereich eingesetzt werden. Hier stellt sich vielen Herstellern die Frage, welcher Biokunststoff sich für welchen Anwendungszweck eignet. Denn gerade in der Verpackung von Lebensmitteln fehlen oft ausreichende Informationen über diese neuen Verpackungsmittel.

An dieser Stelle setzt ein webbasiertes Tool an, das die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projektes "Handlungsoptionen zum Einsatz von nachhaltig biobasierten Kunststoffen als Verpackungsmittel für Lebensmittel; Hilfestellung zur Entscheidungsfindung anhand eines Internetportals" entwickelt hat. Lebensmittel- und Verpackungshersteller sowie Experten aus der Wissenschaft wurden in die Entwicklung miteinbezogen.

In diesem Tool wurden Informationen der wichtigsten am Markt verfügbaren Biokunststofftypen zusammengefasst und diese hinsichtlich ihres Einsatzes als Lebensmittelverpackung bewertet. Dabei handelt es sich um biobasiertes PE und PET, cellulosebasierte Kunststoffe, PLA und Stärkeblends. In die Betrachtung sind Kriterien wie z. B. Ökobilanzen, Landnutzung, soziale Standards und Migration miteingeflossen. Die Bewertung erfolgte hinsichtlich Quantität und Art der vorliegenden Informationsquellen sowie der Aussagequalität der Informationen.

Das Tool hilft dabei Antworten auf wichtige Fragestellungen im Bereich Ökologie, Sozialverträglichkeit, Sicherheit & Technik sowie Qualität zu bekommen. So kann der Hersteller seine Schwerpunkte nicht nur auf die Materialeigenschaften (wie z. B. Reißfestigkeit, Bedruckbarkeit, Sauerstoffbarriere) setzen, sondern auch auf ökologische und sozialverträgliche Erzeugung der verwendeten Rohstoffe. Auch Aspekte wie die Vermeidung von Nahrungsmittelkonkurrenz bei der Rohstoffherkunft und die Verwendung gentechnikfreier Rohstoffe können so in den Mittelpunkt rücken.

Mittels Stoffgruppenvergleich sowie anhand einer Checkliste, die die bewerteten Informationen mit den eigenen unternehmensspezifischen Bewertungen verbindet, kann das Tool den Lebensmittelherstellern eine Entscheidungshilfe in der Verwendung von Biokunststoffen bieten.

Hier geht es zum Biokunststoff-Tool; hier zur Pressemitteilung des AöL.


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