Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


PICT1035Straubing, 14. November 2014 * (jl) *Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. vom 24. Oktober 2014: Verbesserungen im Wärme- und Schallschutz sowie im Brandschutz und Glimmverhalten angestrebt

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) initiiert im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen Forschungsverbund, der die Eigenschaften von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen im Bereich Wärme- und Schallschutz sowie Brandschutz und Glimmverhalten weiter verbessern soll. Projektvorschläge sind bis spätestens zum 30.04.2015 bei der FNR einzureichen.

 Auch Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen müssen sich den gestiegenen Anforderungen an Wärmedämmeigenschaften, Brandschutz, Nachhaltigkeit und ihre Bewertung stellen. Der Forschungsverbund soll deshalb u.a. Fragen hinsichtlich der theoretisch erreichbaren Wärmeleitfähigkeit beantworten und Vorschläge für eine entsprechende technische Umsetzung formulieren. Nachwachsende Dämmstoffe werden in der Regel in die Brandschutzklasse B2 - normalentflammbar - eingeordnet und stoßen deshalb in der mehrgeschossigen Bauweise an bauordnungsrechtliche Grenzen. Besonders im Holzbau und der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden sind deshalb Konzepte gefragt, die den Einsatz nachwachsender Dämmstoffe in den Gebäudeklassen 4 und 5 sowie in öffentlichen Gebäuden wie Schulen ermöglichen. Es gilt, dem Brandverhalten von biobasierten Dämmstoffen Rechnung zu tragen, das sich von dem anderer Dämmstoffe stark unterscheidet. Insbesondere das Phänomen des Glimmens, das auch nach dem Löschen des Brandes andauern und zur Wiederentzündung führen kann, ist problematisch. Die Brandschutzausrüstung soll an diese Besonderheiten angepasst und ihre Wirksamkeit belegt werden. Die Ermittlung hierfür wichtiger Primärdaten und Parameter, etwa zur Berechnung der Feuerwiderstandsdauer, sollten ebenfalls Gegenstand des Forschungsverbundes sein. Wissenslücken sind auch für den Schallschutz vorhanden, der sich bei biobasierten Dämmstoffen momentan ebenfalls nicht auf Basis von Primärdaten berechnen lässt. Risikoanalysen, Messmethodik und Nachhaltigkeitsbewertungen sollten in die Betrachtungen einbezogen werden. Insgesamt erwartet das BMEL im Ergebnis der Forschungsarbeiten eine deutliche, quantifizierbare Verbesserung der technischen Eigenschaften von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Forschungsverbund soll sowohl Vertreter der Wissenschaft als auch der Hersteller umfassen und sich allen genannten Themen widmen.

Der Förderschwerpunkt steht hier bereit, Informationen zur Antragsstellung stehen hier bereit.

Bei Fragen zum Förderschwerpunkt:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Birgit Herrmann
Tel.: +49 3843 6930-103
Mail: b.herrmann(at)fnr(dot)de