Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Terasse lStraubing, 29. August 2014 * (jl) * Die Terrassendielen von Biowert werden aus einem umweltfreundlichen Naturfaser-Verbundwerkstoff mit dem Namen AgriPlast hergestellt. Das Granulat AgriPlast besteht aus 25 % Recycling-Kunststoff und 75 % Zellulose, die im hessischen Odenwald in der „Grasfabrik“ der Biowert Industrie GmbH aus Wiesengras gewonnen wird. Das macht die Terrassendielen zu einem hochmodernen Produkt, das die Umwelt und endliche Ressourcen schont.

Durch den Einsatz von Wiesengras können nicht nur beträchtliche Mengen an fossilen Rohstoffen eingespart, sondern auch bis zu 20 % Gewicht im Vergleich zum Einsatz von purem Kunststoff. Gleichzeitig bewirkt der hohe Grasfaseranteil auch verbesserte Steifigkeit, Formstabilität und Abriebbeständigkeit, bietet damit eine längere Lebensdauer und reduziert letztlich das Abfallaufkommen. Dank des innovativen Montagesystems mit den Biowert Clips sind die Terrassendielen besonders leicht zu verlegen. Es gibt sie in den Farben Natur, Braun und Schwarz.

Die „Grasfabrik“ produziert innovative Materialien und Ökostrom

Sämtliche Produkte von Biowert entstehen aus dem Rohstoff Wiesengras. Neben Terrassendielen wird der grüne Rohstoff zu Kugelschreibern, Tassen, Dämmstoff (AgriCell), Düngemitteln (AgriFer) und Ökostrom „verarbeitet“. Das Granulat AgriPlast kann beliebig eingefärbt, extrudiert oder zu Spritzgussteilen verarbeitet werden. Auf diese Weise entstehen umwelt- und ressourcenschonende Alternativen zu herkömmlichen Dämmstoffen und Kunststoffprodukten.

Optimale Nutzung ökologischer Ressourcen

Der Gedanke der Nachhaltigkeit und Regionalität findet sich in allen Bereichen des Unternehmens wieder – von der Minimierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis hin zur optimalen Nutzung ökologischer Ressourcen. Verarbeitet wird regional angebautes Wiesengras in einer Produktionsanlage, die sich an den Prinzipien der grünen Bioraffinerie orientiert. Das Anlagenkonzept der „Grasfabrik“ zeichnet sich dadurch aus, dass alle erzeugten Fraktionen verwertet werden: So wird die bei der Faserabtrennung entstehende Grasgülle dem Biogasreaktor zugeführt, in dem unter Zusatz weiterer biogener Rohstoffe Wärme und Strom erzeugt werden. Diese werden für den Betrieb der Faserlinie (Fasertrocknung, Warmwasserbereitung) genutzt und der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Sämtliches Prozesswasser stammt aus Wiesengras und Biomasse und wird ständig neu aufbereitet, so dass kein Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz entnommen werden muss. Die entstehenden Gärrückstände werden in der heimischen Landwirtschaft als Dünger vermarktet. Produkte von Biowert sind also ökologisch, regional und sozial verantwortlich.

Verleihung des Ernst-Pelz Preises

Der mit 10.000 Euro dotierte Ernst-Pelz-Preis wurde im Rahmen des diesjährigen C.A.R.M.E.N. Symposiums an Dr.-Ing. Michael Gass, Geschäftsführer und Gründer der Firma Biowert Industrie GmbH aus Brensbach im Odenwald verliehen. Er wird damit für den Aufbau der ersten deutschen Bioraffinerie auf der Basis von Wiesengras ausgezeichnet, die ihre Produkte unter Marktbedingungen herstellt.

Wettbewerb

Aktuell sucht Biowert „Deutschlands kaputteste Terrasse“ und spendiert dem Gewinner des Wettbewerbs einen neuen Terrassenbelag aus Wiesengras. Teilnahme und weitere Informationen unter http://www.biowert.com/terrassenwettbewerb.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok