Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die unmittelbaren Auswirkungen von Windenergieanlagen auf ihre Umgebung sind vor allem akustischer Natur. Es entstehen in erster Linie Geräusche und Schwingungen an der Strukturen der Rotoren und Türme, die sowohl als Hör- als auch niederfrequenter Infraschall auftreten. Diese Effekte sind hinsichtlich ihres Einflusses auf die menschliche Gesundheit gut untersucht und es werden gesetzliche Vorgaben, wie Abstandsregelungen oder festgeschriebene Abschaltzeiten, erlassen, um dauerhafte Beeinträchtigungen und gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden.

Neben den akustischen Emissionen weisen Windenergieanlagen, so wie andere großtechnische Anwendungen auch, zudem eine optische Wirkung auf. Allein schon aufgrund ihrer Größe sind sie weithin sichtbar. Doch das allein genügt noch nicht, um die tatsächliche Auswirkung auf Menschen in Sichtweite beurteilen zu können. Individuelle Aspekte der Wahrnehmung spielen dabei ebenso eine Rolle, wie planerische Maßnahmen zur Vorbeugung unerwünschter Beeinträchtigungen.

Im Stand der Technik heute zum Einsatz kommender Windenergieanlagen werden bereits diverse technische Maßnahmen umgesetzt, um jeglichen denkbaren Sicherheitsrisiken vorzubeugen, die von Windenergieanlagen ausgehen könnten, zum Beispiel:

Eiswurf
Um zu verhindern, dass sich von den Rotorblättern ablösende Eisbrocken unkontrolliert in die Umgebung geschleudert werden, sind vor allem neuere Windanlagen mit beheizbaren Flügeln oder Eiserkennungsanlagen ausgestattet. Dadurch kann eine Eisbildung entweder von vorn herein vermieden oder der Anlagenbetrieb im Bedarfsfall vorübergehend eingestellt werden. Durch diese technischen Maßnahmen spielt der Eiswurf mittlerweile kaum mehr eine Rolle.

Flügelbrände
Um Brände an Windenergieanlagen zu vermeiden, werden neben Blitz- und Überspannungsschutz auch Anlagen zur Branderkennung und -bekämpfung wie automatische Löscheinrichtungen und Selbstabschaltsysteme eingesetzt. Zusätzlich wird der Anteil brennbarer Stoffe bestmöglich minimiert.

Auf Grund ihrer naturräumlichen Beeinträchtigung kommen zahlreiche Standorte in ausgewiesenen Ausschlussgebieten für Windenergieanlagen entweder grundsätzlich überhaupt nicht oder nur in Ausnahmefällen nach vorhergehender sorgfältiger Überprüfung in Frage. Zu den generellen Ausschlussgebieten sind u. a. Nationalparke, Naturschutzgebiete und Kernzonen von Biosphärenreservaten zu zählen. Auch in europäischen Vogelschutzgebieten ist die Erbauung von Windenergieanlagen regelmäßig unzulässig, wohingegen sie in Schutzgebieten nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie bereits prinzipiell genehmigungsfähig ist, solange keine schwerwiegenden Störungen den Erhaltungszielen entgegenstehen.

Die Windenergie ist ohne Zweifel eine ausgesprochen ressourceneffiziente, risikoarme und nachhaltige Energiegewinnungstechnologie. Dennoch ist sie, wie alle Formen der Energieerzeugung auch, nicht völlig folgenlos in Bezug auf die menschliche und natürliche Umwelt. Wie ergiebig aber ist die Stromerzeugung aus Windenergie eigentlich im Vergleich zu anderen Technologien? Lohnt sich der Einsatz an Ressourcen und kann damit tatsächlich ein nennenswerter Effekt zum Schutz der Umwelt und des Menschen erzielt werden?


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