Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme eines Windenergievorhabens an einem Waldstandort gilt es, bestimmte Planungs- und Realisierungsschritte zu absolvieren.

 

  • Auf Basis der bestehenden Regionalplanung werden potenzielle Flächen, die eine Nutzung zulassen, ermittelt. Für diese Flächen empfiehlt sich im weiteren Schritt die Erstellung einer Machbarkeitsstudie. Durch diese wird eine Projektrealisierung bzgl. technischer, wirtschaftlicher, zeitlicher und genehmigungsrechtlicher Kriterien geprüft und es können bereits in dieser frühen Phase Konfliktpotenziale identifiziert werden.
  • Um Aussagen zum Windpotenzial und zu der möglichen Wirtschaftlichkeit der Anlagen treffen zu können, muss ein Windgutachten erstellt werden.
  • Darüber hinaus sollte der Baugrund auf die Eignung für die Zuwegungen, Abstell- und Montageflächen sowie für die Kabeltrassen untersucht werden.
  • Die Netzanbindungskosten müssen abgeschätzt und eine Einspeisezusage beim regionalen Netzbetreiber beantragt werden.
  • Potenzielle Beteiligte und Betroffene (z. B. Landwirte, Forstwirte und kommunale Vertreter) sollten ermittelt werden und Vorgespräche mit den Trägern öffentlicher Belange sowie Genehmigungsbehörden eingeleitet werden.
  • Entsprechend der Anzahl geplanter Anlagen ist eine allgemeine bzw. standortbezogene Vorprüfung hinsichtlich der Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen. Bei mehr als 20 Anlagen besteht grundsätzlich die Pflicht zur Durchführung einer UVP.
    Leben im Plangebiet Vogelarten, welche gemäß FFH- bzw. Vogelschutzrichtlinie geschützt sind, muss eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) durchgeführt werden.
  • Soweit die Wirtschaftlichkeitsprüfung auf Basis der bis zu diesem Stadium gewonnenen Erkenntnisse weiterhin ein positives Ergebnis zeigt, müssen Nutzungs- und Pachtverträge vorbereitet und ausgehandelt werden.
  • Nach Abschluss der Prüf- und Genehmigungsverfahren setzt die Bauphase ein, in welcher die für den Bau- und den Betrieb notwendige Infrastruktur geschaffen bzw. angepasst wird.
  • Schließlich werden die Anlagen errichtet und in Betrieb genommen.
  • Nach Inbetriebnahme erfolgt ein kontinuierliches Monitoring zur laufenden Überwachung und Prüfung der Auswirkungen auf den umliegenden Lebensraum.

 

 


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