Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Laufwasser- bzw. Flusskraftwerke nutzen zur Stromerzeugung die Flussströmung, deren Schnelligkeit im Laufe der Jahreszeiten in der Regel nur relativ wenig variiert. Benötigt wird für Laufkraftwerke eine Staustufe, zum Beispiel in Form eines Wehrs oder Staudamms. Aus wirtschaftlichen Gründen werden Aufstauungen für Laufkraftwerke oft in Verbindung mit Schleusen errichtet. Mit dem so entstehenden Ober- und Unterwasser wird eine erhöhte Fließkraft erreicht, die im Maschinenhaus an der Staustufe eine oder mehrere Turbinen antreibt, in der Regel die für Fallhöhen von bis zu 80 m ausgelegten Kaplan-Turbinen. Ein Generator wandelt diese Bewegungsenergie in Strom um. Da das Volumen des Wasserkörpers die Leistung eines Laufkraftwerkes bestimmt, dienen oft die Unterläufe von Flüssen dieser Art der Wasserkraftnutzung (Quaschnig 2011: Regenerative Energiesysteme).

 

laufkraftwerk CZLaufwasserkraftwerk

Laufkraftwerke werden zur Deckung der Grundlast verwendet, da sie rund um die Uhr Strom produzieren können. Der sogenannte Schwellbetrieb, ein künstlich erzeugter, tagesrhythmischer Unterschied in der Wasserführung, ermöglicht außerdem die Deckung von Spitzenlasten. Dies bedeutet jedoch einen massiven Eingriff in das Flussökosystem. Eine weitere Form der Laufkraftwerke sind Ausleitungskraftwerke, bei denen die eigentliche Stromproduktion in einem Kanal erfolgt und das nichtgenutzte Restwasser im ursprünglichen Flussbett verbleibt (BINE Informationsdienst 2004: Wasserkraft).


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