Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Soll eine Wasserkraftanlage neu gebaut werden sind verschiedene Erhebungen durchzuführen bzw. Schritte einzuplanen, um die Anlage effizient und möglichst naturverträglich zu gestalten:

-          Kenntnisse über Topographie und Geomorphologie des betreffenden Standortes

-          Kenntnisse über die vorhandene Wasserressource und das Regenerationspotential des Wasserkörpers

-          Standortauswahl und Anlagenentwurf

-          Auswahl der Turbinen und Generatoren sowie Kontrolleinrichtungen

-          Gegebenenfalls Umweltverträglichkeitsprüfung und Ausgleichsmaßnahmenplanung

Eine Genehmigung für den Bau erfordert verschiedene Standards, um negative Effekte auf die Ökosysteme zu reduzieren. Im WHG, basierend auf der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, sind dafür vor allem die Paragraphen 33 bis 35 relevant. Sie sagen aus, dass die Aufstauung eines Gewässers, wie es für Wasserkraftanlagen zumeist nötig ist, nur zulässig ist, wenn

-          eine Mindestwasserführung,

-          Einrichtungen zur Sicherstellung der Durchgängigkeit des Fließgewässers sowie

-          Maßnahmen zum Schutz der Fischpopulation vorhanden sind.

Für Neubauten sind Standorte vorzuziehen, an denen bereits Querbauten bestehen, an denen noch Altrechte gelten oder in der Vergangenheit bereits Kraftwerke betrieben wurden. Der Genehmigungsprozess ist dennoch aufwendig und schließt die Zustimmung von verschiedenen Behörden wie der unteren Wasserbehörde (Stadtverwaltung für Stadtkreise; Landratsamt für Landkreise), Naturschutzbehörde und Fischereibehörde ein.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok