Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Bei der hydrothermalen Tiefengeothermie werden wasserführende Schichten, sogenannte Aquifere, mit hohen Temperaturen genutzt. Dafür wird das Tiefenwasser mithilfe einer Förderbohrung nach oben transportiert und abgekühlt durch eine Reinjektionsbohrung wieder in die Tiefe geleitet. Ein solches Bohrsystem wird „Dublette“ genannt. Hinsichtlich der Heißwasser-Aquifere unterscheidet man zwischen Thermalwasserfeldern mit Temperaturen bis 100 °C zur Wärmeerzeugung, Heißwasservorkommen mit Temperaturen über 100 °C sowie Heiß- und Trockendampfvorkommen mit Temperaturen bis 250 °C, die auch für die Stromerzeugung geeignet sind. In Deutschland sind Heiß- und Trockendampfvorkommen jedoch sehr selten. Die Wärmeenergie aus Thermalwasserfeldern wird an der Oberfläche an einen Wärmetauscher und gegebenenfalls eine Wärmepumpe abgegeben und in das Wärmenetz eingespeist (Kaltschmitt und Streicher 2009).

Kaltschmitt Martin und Streicher Wolfgang (2009): Nutzung der tiefen Erdwärme, in: Kaltschmitt Martin und Streicher Wolfgang (Hrsg.), Regenerative Energien in Österreich, Vieweg+Teubner, S. 283-337.


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