Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Blei-Akku Funktionsweise Carmenfarben
Bleiakkumulatoren verwenden als Elektroden Bleiplatten, wobei sich am Pluspol im geladenen Zustand Blei(IV)-oxid ausbildet. Im ungeladenen Zustand lagert sich an beiden Platten eine Schicht aus Blei(II)-sulfat an. Als Elektrolyt wird Schwefelsäure (H2SO4) verwendet.

Bleiakkumulatoren sind schon sehr lange im Einsatz und gelten daher als technisch ausgereift. Zudem sind sie günstig in der Anschaffung (600-800 €/kWh). Nachteile sind allerdings die geringe Energiedichte (30-50 Wh/kg) und die vergleichbar geringe Zyklenzahl (max. 2.500), bedingt durch das langsame Aufbrauchen des Elektrolyten beim Be- und Entladen. Auch die nutzbare Kapazität liegt nur bei 50-60 %. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Bauarten:

  • Blei-Säure-Akkumulator

Als Elektrolyt wird beim Blei-Säure-Akkumulator flüssige Schwefelsäure verwendet, wobei die Säuredichte hier ein Maß für den Ladungszustand des Akkus darstellt. Der Nachteil bei der Verwendung flüssiger Säure ist die Gefahr des Ausgasens von Wasserstoff und Sauerstoff bei zu hohen Ladeströmen, was eine Knallgasexplosion hervorrufen kann. Zudem ergibt sich für Blei-Säure-Akkumulatoren ein höherer Wartungsaufwand.

  • Blei-Gel-Akkumulator

Hier wird durch den Zusatz von Kieselsäure die flüssige Schwefelsäure gebunden. Dadurch wird die  Durchmischung der Säure verhindert, welche für Kapazitätsverluste verantwortlich ist. Zudem sind Blei-Gel-Akkumulatoren gegen Ausgasen geschützt. Durch den geringeren Wartungsaufwand ist der Preis für Blei-Gel-Akkus etwas höher als für Blei-Säure-Akkus. Aufgrund ihres hohen Gewichtes werden sie überwiegend für stationäre Anwendungen gebraucht.

 


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