Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Mit der EEG-Novelle 2014 wurde die erste Pilotausschreibung zur finanziellen Förderung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen festgeschrieben. Die Bundesnetzagentur führt in diesem Rahmen jeweils drei Ausschreibungsrunden für die Jahre 2015, 2016 und 2017 durch. Basis ist die Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV), welche vorab vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Dialog mit den Marktteilnehmern definiert wurde.

Entgegen der regulierten Fördersätze des EE-Gesetzes, welches auf Marktprognosen basiert und somit die Risiken der Über- bzw. Unterförderung beinhaltet, soll ein geeignetes Ausschreibungsmodell den wirtschaftlichen sowie kontinuierlichen Ausbau und die Ausbauziele von Erneuerbaren Energien sicherstellen. Zudem ist ab dem Jahr 2017 eine Ausweitung des Ausschreibungsverfahrens auf weitere Bereiche der Erneuerbaren Energien geplant.

Ausführung der Pilotausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Die gleitende Marktprämie ist als anzulegender Wert (ct/kWh) für die Angebote heranzuziehen. Zusätzlich wird ein Höchstpreis als Grenzwert definiert, welchen die Angebote nicht überschreiten dürfen. Der Zuschlagswert der Verfahren entspricht dann dem Gebotswert („Pay-as-bid“-Verfahren). Ausnahmen sind hierbei die Ausschreibungsrunden zum 1. August und 1. Dezember 2015, welche nach dem Einheitspreisverfahren („Uniform‑Pricing“-Verfahren) bestimmt werden (s. Zusatz §13 FFAV).

Die expliziten Rahmenbedingungen für die Ausschreibungsrunden sind in der FFAV festgeschrieben. Die Bundesnetzagentur muss nach §3 FFAV zu folgenden Gebotsterminen ausschreiben:

  •      15. April 2015: 150 MW / 1. August 2015: 150 MW / 1. Dezember 2015: 200 MW
  •        1. April 2016: 125 MW / 1. August 2016: 125 MW / 1. Dezember 2016: 150 MW
  •        1. April 2017: 100 MW / 1. August 2017: 100 MW / 1. Dezember 2017: 100 MW

Zur Vermeidung missbräuchlicher Gebote und zur Deckung der Kosten des Verfahrens wird bei der Gebotsabgabe eine finanzielle Sicherheit sowie eine Gebühr erhoben (s. §7 FFAV).

Förderfähig nach Ausschreibung sind Anlagen gemäß §5 Nr. 16 EEG - „Freiflächenanlagen“ – Anlagen, die nicht auf Gebäuden oder sonstigen baulichen Anlagen errichtet werden. […] (§2 Nr. 5 FFAV)

Die Voraussetzungen für die Teilnahme ergeben sich aus §6 FFAV:

  • Abgabe der Gebote von:
    • natürlichen Personen
    • rechtsfähigen Personengesellschaften
    • juristischen Personen
  • Umfang der Gebote mindestens 100 kW und höchstens 10 MW
  • Informationen zum Standort der geplanten Freiflächenanlage (inkl. Kopien):
    • Bebauungsplan
    • Beschlüsse zu Aufstellung/Änderung
    • Offenlegungsbeschluss BauGB
  • Kopie eines Auszugs aus dem Liegenschaftskataster der Flurstücke

 

[…] Weitere Angaben sind der Freiflächenausschreibungsverordnung zu entnehmen!

Einen generellen Überblick zum Ausschreibungsverfahren gibt das FAQ des BMWi.

 

 


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