Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Photovoltaikanlagen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bestandteile in netzgekoppelte Anlagen und Inselanlagen. Netzgekoppelte Anlagen speisen umgewandelte Energie teilweise oder vollständig ins öffentliche Übertragungsnetz ein. Anlagen im Inselbetrieb sind dagegen nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, Ziel ist eine autarke Versorgung einzelne Verbraucher innerhalb eines isolierten Stromnetzes.

Netzgekoppelte Photovoltaikanlage

Netzgekoppelte Anlangen, sind an das öffentliche Übertragungsnetz angeschlossen. Das heißt, dass der erzeugte Strom in das Netz des öffentlichen Stromversorgers eingespeist wird. Für den eingespeisten Strom wird wiederum eine Einspeisevergütung bezahlt, die durch das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) geregelt ist. Diese Vergütung wird dem Betreiber für 20 Jahre garantiert und ab der Inbetriebnahme gezahlt. Aktuelle Zahlen zur Höhe der Fördersätze sind auf der Seite der Bundesnetzagentur zu finden.

Komponenten einer netzgekoppelten PV-Anlage:

  • Solargenerator (Solarmodule auf dem Dach)Netzgekoppelte PVAnlage
  • Montagesysteme
  • Wechselrichter
  • Verkabelung
  • Lasttrennschalter (DC-Schalter)
  • Hausanschluss
  • Zähler (Einspeise- und Bezugszähler)
  • Optional:
    • Ertragsüberwachung (Monitoringsystem)
    • Schutztechnik

 


Photovoltaikanlage im Inselbetrieb

Der Betreiber einer Inselanlage verbraucht und speichert seinen erzeugten Strom selbst (z.B. auf einer Almhütte). Die gewonnene Energie wird als Gleichstrom über einen Laderegler in einem separaten Akku (spezielle Inselsysteme) gespeichert. Dieser dient der Stromversorgung wenn keine oder nur schwache Einstrahlungswerte vorliegen. Für den Betrieb von Netzgeräten ist in modernen Anlagen ein zusätzlicher Wechselrichter integriert.

Almhütte Kärnten

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Die Anlagengröße wird so ausgelegt, dass die Versorgung der haushaltsüblichen Verbraucher (Kühlschränke, Wasserpumpen, Rundfunkgeräte, etc.) mit Strom gewährleistet ist.
Inselsysteme oder Hybridsysteme nutzen häufig verschiede Energieerzeugungsanlagen. Neben Photovoltaikgeneratoren werden weitere Energieerzeuger wie z.B. Wasserkraftanlagen oder Windkraftanlagen in den Inselnetzbetrieb integriert. Beim Bau von Inselanlagen muss der Energiebedarf exakt ermittelt und prognostiziert werden. Darauf erfolgt die entsprechende Auslegung der Energiespeicher sowie der Anlagenleistung.

Aufbau eines Solarmoduls

solarmodul FMPV-Module sind hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt, durch die Ausdehnung der Komponenten können Materialspannung auftreten. Diese werden mit Hilfe der Einbettung in einen Aluminiumrahmen ausgeglichen. Das Modul wird von einer schlag-, stoß und druckfesten Glasscheibe abgeschlossen. Darunter befinden sich die Solarzellen, welche durch eine obere und untere Kunststoffschicht vor Korrosion geschützt sind. Abschluss bildet eine weitere Verbundfolie oder eine Glasplatte. Auf der Rückseite befindet sich der Modulanschluss.

Stromversorgung mit Photovoltaikanlagen
PV Stromversorgung weiß

Der Strom wurde bisher meist zu 100 % ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Möglich ist auch die Nutzung des Stroms für den Eigenverbrauch. Hierbei ist zusätzlich zum Erzeugungs- und Strombezugszähler ein Zähler für die Messung der Stromeinspeisung nötig. Anstelle des Strombezugs- und Stromeinspeisezählers kann auch ein Zweirichtungszähler eingesetzt werden.


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