Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Bei der Planung einer Anlage ist auf die regionale und temporale Verteilung der solaren Einstrahlung zu achten. Die Energie und Zusammensetzung der Solarstrahlung unterliegt täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen. Die Globalstrahlung in Deutschland beträgt im langjährigen Mittel 1.054 kWh/m² und Jahr (s. DWD). Die von der PV-Anlage zu erzielenden Jahreserträge und letztendlich die Wirtschaftlichkeit der Anlage hängen von der geographischen Lage und den örtlichen Gegebenheiten ab. Ertragsgutachten und Verschattungsanalysen schaffen einen Überblick über die zu erwartenden Erträge. Die durchschnittlichen Erträge liegen zwischen 950 kWh/kWp in Norddeutschland und 1.250 kWh/kWp in Süddeutschland.

Ertragsmindernde Faktoren:

  • Bäume in unmittelbarer Nähe
  • Abgase und Staub von Straßen-/Eisenbahnverkehr
  • Verschmutzung der Module (Staub, Moos, Blätter…)
  • Verschattung (Schornsteine, Antennen, Blitzableiter…) 

 

Anforderungen an Freiflächen

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Bei der Installation von PV-Anlagen auf Freiflächen für sogenannte Solarparks stellen Naturschutz-, Landschaftsschutz-, FFH- und Vogelschutzgebiete sowie Naturparks, Biosphärenreservate und Nationalparks üblicherweise Ausschlussgebiete dar. Da Freiflächenanlagen eine siedlungsähnliche Nutzung der Landschaft sind, müssen in aller Regel Baugenehmigungen eingeholt werden.

 

 

Anforderungen an Gebäude und Dächer

Schwarzwald Gert Materne

Installationsmöglichkeiten bieten sich vor allem auf Gebäuden als Aufdachmontage, Dachintegration, Flachdachaufständerung oder Solarfassade, aber auch an Schallschutzwänden an. Hierbei sind Statik (Tragfähigkeit), Verschattung, Brand- und Blitzschutz sowie Denkmalschutzbestimmungen zu beachten. Ebenso sollten bei der Planung der Unterkonstruktion die auftretenden Schnee- und Windlasten berücksichtigt werden.

 

 

 

Ertrag in Abhängigkeit von Ausrichtung und Aufstellwinkel:

Am intensivsten ist die Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit. Somit ist eine Kollektorausrichtung nach Süden für einen maximalen Stromertrag ideal, jedoch nicht zwingend erforderlich. Die optimale Neigung beträgt 30 - 45 °. Weicht die Aufstellung davon ab, reduziert sich der jährliche Ertrag. Zur Deckung des Eigenverbrauchs hingegen bieten sich auch Ost-/Westausrichtungen an.

 

Ausrichtung PV Modul

Vor der Entscheidung für eine Photovoltaikanlage ist eine ausführliche Beratung vor Ort sinnvoll. Dabei sollte entschieden werden, welcher Anlagentyp ideal zu den Standortbedingungen und Nutzungsverhalten passt. Dachparallele PV-Dachanlagen sind außer in denkmalgeschützten oder ensemblegeschützten Gebäuden genehmigungsfrei.

Außer von der solaren Einstrahlung, der Dachausrichtung und der Neigung der Module hängt der Stromertrag maßgeblich von deren Alterung (Leistungsminderung), Verschattung, Verschmutzung und Temperatur ab. Des Weiteren sind die verwendeten Kabelquerschnitte und der Wirkungsgrad des Wechselrichters entscheidend.

 

 


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