Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Erdwärmeanlagen können neben der Wärmeerzeugung auch für die Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden. Erforderlich sind dafür jedoch Wand- oder Fußbodenheizungen. Zu unterscheiden ist bei der Kühlung zwischen zwei Formen.

Das aktive Kühlen nutzt die Wärmepumpe als Kältemaschine, indem der Kreisprozess umgekehrt wird. Der eigentliche Verflüssiger fungiert als Verdampfer, entzieht dem Heizsystem so die Wärme und überträgt sie auf die Wärmequelle. Da hierfür als erweiterte Technik ein 4-Wege- und ein zusätzliches Expansionsventil benötigt werden, wird diese Methode vor allem für Büro- und öffentliche Gebäude genutzt (BDH 2011: Wärmeübergabe- und Kühlsysteme in Verbindung mit einer Wärmepumpe).

Beim passiven Kühlen, auch als freies Kühlen oder „natural cooling“ bezeichnet, wird die Kältemaschine nicht eingesetzt. Diese Methode ist sehr energiesparend und kostengünstig, da die Wärmepumpe nicht zum Einsatz kommt. Stattdessen wird das Gebäude mithilfe der aus dem Erdreich gewonnen Temperatur, die im Sommer niedriger ist als die der aufgeheizten Räume, gekühlt. Die Umwälzpumpe verteilt dafür das Arbeitsmittel der Wärmequellenanlage im Heizsystem (BDH 2011: Wärmeübergabe- und Kühlsysteme in Verbindung mit einer Wärmepumpe). Da diese Methode nicht so ergiebig ist wie das aktive Kühlen, ist es für größere Gebäude nicht sehr geeignet.


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