Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


In der Innenraumluft reichern sich mit der Zeit vor allem Wasserdampf und vielfältige Schadstoffe an, die regelmäßig abgeführt werden müssen, um ein angenehmes und gesundes Raumklima zu gewährleisten sowie Bauschäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Daher ist eine ausreichende Belüftung der Räume erforderlich, wobei der Luftaustausch im Winter unweigerlich einen Temperaturverlust mit sich zieht.

Bei alten Gebäuden erfolgt ein erheblicher Teil der Lüftung durch die Fugen in der Gebäudehülle. Dies ist jedoch aufgrund der hohen Wärmeverluste, der Zuglufterscheinungen und des Feuchtigkeitseintrags ins Mauerwerk unerwünscht. Aus diesem Grund werden sowohl in der Sanierung als auch im Neubau die Außenwände luftdicht ausgeführt.

Beim Lüften durch das Öffnen von Fenstern geht viel Wärme verloren. Die Verluste sind beim Lüften durch gekippte Fenster besonders hoch, da es dabei lange dauert, bis die Luft ausgetauscht ist. Sinnvoll ist es, bei fehlender Lüftungsanlage mindestens viermal täglich für ca. 5 Minuten mit vollständig geöffneten Fenstern stoßzulüften, wobei die Temperaturdifferenz zwischen Außenluft und Innenraum die für einen Luftaustausch notwendige Zeit beeinflusst: je kälter es draußen ist, desto schneller erfolgt der Luftwechsel.

Da sich auch bei optimal durchgeführter Stoßlüftung ein Lüftungswärmeverlust von ca. 20 kWh/(m²a) ergibt, lässt sich ein moderner Passivhausstandard mit Fensterlüftung nicht erreichen. Daher ist es für eine sehr geringen Heizenergiebedarf notwendig, eine Lüftungsanlage (Zu- und Abluftanlage) mit Wärmerückgewinnung zu installieren. Dadurch können die Lüftungswärmeverluste um über 80 % reduziert werden. Die Zuluft, die optional zuvor über einen Erdkollektor vortemperiert wird, nimmt in einem Wärmetauscher den Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme auf. Die Zuluft wird dabei insbesondere in Wohn-, Schlaf- und Büroräume eingebracht. Von dort strömt sie in die sogenannten Ablufträume. Dies sind Räume in denen hohe Geruchs- und Feuchtebelastungen entstehen (z. B. Bad, Toilette, Küche). Dort wird die Abluft abgesaugt, über den Wärmetauscher geleitet und anschließend nach außen abgegeben.


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