Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Auch die Form hat einen großen Einfluss auf die Energiebilanz des Gebäudes. Dabei gilt die Grundregel „je kompakter das Gebäude, desto geringer sind die Transmissionsverluste“, da für diese das Verhältnis der Oberfläche zum Volumen entscheidend ist. Das beste Oberflächen-Volumen-Verhältnis hätte dabei eine Kugel. In der Baupraxis kommt dem eine Gebäudegrundform als Würfel (mit Walmdach) am nächsten. Vorsprünge, Erker, Durchgänge etc. beeinflussen diese Kompaktheit stark negativ.

Die Gebäudehülle sollte prinzipiell durchgehend gedämmt und luftdicht ausgeführt sein. Wärmebrücken – das sind Stellen, an denen die gedämmte Hülle unterbrochen ist – sollten unbedingt vermieden werden, da ansonsten unnötige Wärmeverluste entstehen und diese Stellen durch geringere Oberflächentemperaturen besonders anfällig für Schimmelbildung sind. Typische Wärmebrücken sind zum Beispiel durchgehend betonierte Balkone, Befestigungselemente, nach außen reichende Anschlüsse, Rolladenkästen, durchgehende Fensterbänke oder Dachanschlüsse.

Eine optimale Wärmedämmung wird zumeist durch den kombinierten Einsatz verschiedener Bau- und Dämmstoffe erreicht. Beim Neubau von Wohngebäuden ist der Passivhausstandard mittlerweile Stand der Technik.

Häufig wird die Wärmedämmung im Verbundsystem ausgeführt. Dies bedeutet, dass eine eigene Dämmschicht für die thermische Isolierung sorgt. Dafür stehen eine Reihe verschiedener Materialien – sowohl aus nachwachsenden als auch aus mineralischen und synthetischen Rohstoffen – zur Verfügung, die sich vor allem bezüglich ihrer Form (Platten, Matten, Granulat etc.) und ihrer Anwendungsmöglichkeiten unterscheiden.

U-WertDie Dämmwirkung, ausgedrückt durch den U-Wert, hängt dabei im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: der Wärmeleitfähigkeit des Baustoffs (λ) und dessen Dicke, wobei mit zunehmender Dicke die Dämmwirkung nicht im gleichen Maße zunimmt. Da der Preis jedoch auch nicht im selben Maß zunimmt (Fixkosten für Montage bleiben konstant), liegt die wirtschaftlich optimale Dämmstoffdicke für einen Dämmstoff mit λ = 0,04 W/(m*K) je nach Wandkonstruktion bei ca. 20 – 30 cm. Im Neubau empfiehlt sich insbesondere der Einsatz von Dämm- und Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen.


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