Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Solarenergie besitzt ein großes Potenzial für die zukünftige Energieversorgung. Sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen werden auf Dach- oder Freiflächen installiert. Obwohl die Nutzung der Sonnenenergie unter anderem aufgrund der sehr dezentral verteilten Anlagen generell befürwortet wird, gibt es Gegenargumente, die sich aber vorwiegend auf Freiflächenanlagen beziehen.

Die Freiflächenanlagen stellen auf qualitativ hochwertigen Böden eine falsche Nutzungsform dar.

Aufgrund der EEG-Vergütungsregelung werden Photovoltaikanlagen auf Freiflächen nur auf Konversionsflächen oder auf Streifen mit einer Breite von bis zu 110 m entlang von Schienenwegen und Autobahnen errichtet. Zudem besteht die Möglichkeit, unter Umständen den Standort gleichzeitig als Weide oder für die Biomasseherstellung zu nutzen.

Durch die vielen Freiflächenanlagen wird die Landschaft verspiegelt und das Landschaftsbild zerstört.

Zur Minderung des Konfliktpotenzials bieten sich für die Errichtung technisch vorgeprägte oder wenig exponierte Standorte an, z.B. entlang von Autobahn- und Schienentrassen. Zur verstärkten Einbindung in das Landschaftsbild besteht die Möglichkeit, zusätzlich Hecken und Grünstreifen anzulegen.

Beim Rückbau von Solaranlagen droht eine Kontamination des Bodens. Wer die Kosten für den Rückbau und die Entsorgung trägt ist offen.

Bodenkontaminationen durch Einträge z. B. von Cadmium und Blei sind bei intakten Modulen nicht zu erwarten. Zur Sicherheit sollten beschädigte Module jedoch ausgetauscht werden.

Dank des flächendeckenden Rücknahmesystems PV CYCLE wird garantiert, dass Altanlagen von freiwillig teilnehmenden Herstellern kostenlos zurückgenommen und fachgerecht wiederverwertet werden. Zudem sind seit August 2012 Hersteller von PV-Modulen für die Rücknahme und das Recyceln verpflichtet. Somit bleibt nur der Rückbau in der Verantwortung der Betreiber.

Photovoltaikmodule stellen eine Brandgefahr dar, setzen hierbei giftige Gase frei und stehen bei der Löschung unter Spannung.

Beim Bau einer PV-Anlage sind das Brandschutzkonzept eines Gebäudes sowie der bauliche Brandschutz, geregelt in den Landesbauordnungen, zu berücksichtigen. Versicherer sind sich einig, dass PV-Anlagen das Risiko eines Brandes nicht erhöhen. Die Gefährdung durch toxische Gase bei einem Brand der PV-Anlage, der nicht durch fehlerhafte Module ausgelöst sein muss, ist dieselbe wie bei anderen Hausbränden. Vor dem Löschvorgang muss eine Spannungsfreischaltung des Gleichspannungskreises erfolgen. Um dabei die Personensicherheit zu gewährleisten, sollten unter anderem DC-Freischalter so eingebaut sein, die eine Bedienung ermöglichen, ohne dass das brennende Gebäude betreten werden muss.


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