Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Erneuerbaren Energien stellen eine Abkehr vom bisherigen Modell der Energieerzeugung in zentralen Großkraftwerken dar. Sie erlauben lokale Stromerzeugung an einer Vielzahl von  Orten und orientieren sich dabei an regionalen Gegebenheiten. Gleichermaßen übertragen sie die unternehmerische Initiative von Großunternehmen auf ein breites Spektrum kleinerer Investoren, darunter zahlreiche Privatpersonen – etwa 50 % aller Erzeugungsanlagen für regenerative Energien befinden sich in der Hand von Privatleuten (Trend:research 2011: Marktakteure Erneuerbarer-Energie-Anlagen in der Stromerzeugung, Stand 2010). Dies wirkt sich selbstverständlich auch auf die Wahrnehmung und damit die Akzeptanz für die Erneuerbaren aus.

Der Windenergie wird in Deutschland ein enormes Potenzial zugeschrieben. Neben der Errichtung von neuen Anlagen soll auch der Ersatz bestehender durch modernere Windkraftanlagen, das sogenannte Repowering, dazu beitragen. Zunehmend gewinnen auch die Offshore-Anlagen, also Windräder auf See, an Bedeutung. Die folgenden Punkte beziehen sich vorrangig auf die Onshore-Windenergie, da gerade von Windrädern im Binnenland eine Vielzahl von Akteuren im näheren Umfeld direkt betroffen ist und deren Akzeptanz daher eine wichtige Voraussetzung für den Zubau neuer Anlagen ist.

Die Solarenergie besitzt ein großes Potenzial für die zukünftige Energieversorgung. Sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen werden auf Dach- oder Freiflächen installiert. Obwohl die Nutzung der Sonnenenergie unter anderem aufgrund der sehr dezentral verteilten Anlagen generell befürwortet wird, gibt es Gegenargumente, die sich aber vorwiegend auf Freiflächenanlagen beziehen.

Die aus Biomasse gewonnene Energie zählt zu den wichtigsten erneuerbaren Energieträgern für die Wärme- und Strom- sowie die Kraftstofferzeugung in Deutschland. Da die Bioenergienutzung auf eine breite Palette an unterschiedlichen Stoffen zurückgreift und vielfach in der Landwirtschaft stattfindet, gibt es dementsprechend viele Aspekte, die kritisiert werden können. Die im Folgenden dargestellten Argumente sind deshalb als eine kompakte Sammlung der wichtigsten Aspekte anzusehen.

Die Wasserkraft stellt eine der ältesten von Menschen genutzte Form der Erneuerbaren Energien dar. Da Wasserkraftanlagen generell einen großen Eingriff in den Naturhaushalt darstellen, soll zukünftig vor allem die Effizienzsteigerung und Modernisierung von bereits bestehenden Anlagen sowie die Reaktivierung von ehemaligen Standorten vor allem an bestehenden Querbauwerken die Hauptlast für den Ausbau der Wasserkraft tragen. Als derzeit wichtigster Stromspeicher kommt jedoch den Pumpspeicherkraftwerken eine besondere Rolle zu, sodass trotz des mit der Errichtung verbundenen hohen ökologischen Eingriffes neue Anlagen geplant sind.


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