Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Neben der Genossenschaft und GmbH & Co. KG  eignen sich noch weitere Betreibermodelle für die finanzielle Beteiligung der Bürger an Erneuerbaren-Energie-Projekten. Hierzu zählen unter anderem

Diese Betreibermodelle weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, die bei der Wahl zur Gründung einer Projektgesellschaft für Erneuerbare Energien zu berücksichtigen sind. Die wichtigsten Vor- und Nachteile führt die untenstehende Tabelle auf.

Geschäftsform

Vorteile

Nachteile

 rechtsfähige Stiftung

- Beteiligung  an weiteren Rechtsformen möglich, z. B . Stiftung & Co. KG oder Stiftung GmbH & Co. KG

- hohes Maß an Vertrauen in der Öffentlichkeit, da staatliche Kontrolle durch Stiftungsaufsicht 

- geringer Gründungs-/ Verwaltungsaufwand

- keine Rendite oder Gewinnausschüttungen

- Einflussnahme auf bereits anerkannte Stiftung schwierig 

 treuhänderische Stiftung

- kein Mindestkapital

- flexibel, kostengünstig, unkomplizierte Verwaltung

- geringer Gründungs-/ Verwaltungsaufwand

 - keine Rendite oder Gewinnausschüttungen

- Stiftungszweck abhängig von Seriosität des Treuhänders

GbR

- kein Mindestkapital

- keine Handelsregistereintragung

- weder buchführungs- noch bilanzierungspflichtig

- Verluste können mit sonstigen Einkommen verrechnet werden

- großer Mitbestimmungsspielraum

- geringer Gründungs-/ Verwaltungsaufwand

- besitzt als Personalgesellschaft recht hohe Kreditwürdigkeit

- unbegrenzte Privathaftung

- besitzen oftmals keine schriftliche Vertragsgrundlage, wodurch Unstimmigkeiten entstehen können

- das Ausscheiden einzelner Gesellschafter führt zur Auflösung der Gesellschaft, außer im Falle vertraglicher Ausnahmeregelungen

- Prospektpflicht

OHG

- kein Mindestkapital

- Verluste können mit sonstigen Einkommen verrechnet werden

- flexible Unternehmensführung

- hohe Mitgestaltungspotenziale

- geringer Gründungs-/ Verwaltungsaufwand

- obligatorischer Handelsregistereintrag

- buchführungspflichtig

- uneingeschränkte Privathaftung aller Gesellschafter bis zu 5 Jahren nach Ausscheiden aus Gesellschaft

- Geschäftsform steht nur Vollkaufleuten offen

- Gründung und Führung mit Formalitäten verbunden

- das Recht auf Einzelvertretung nach Außen durch die Gesellschafter setzt hohes Vertrauen untereinander voraus

- Ausscheiden von Personen z.B. infolge von Krankheit oder Ableben führt zur gesetzlichen Auflösung der Gesellschaft, sofern nicht vertraglich anders geregelt

GmbH

- eingeschränkte Haftung, Privatvermögen abgeschirmt

- Berufung kompetenter Dritter für Geschäftsführung möglich

- steuerliche Vergünstigungen

- Vorteile bei Vererbung und Verkauf

- Kapitalerhöhung, Aufnahme neuer Gesellschafter und Übertragbarkeit von Mitgliedsanteilen möglich

- Mitspracherecht der Gesellschafter

- „Ein-Personen-GmbH“ möglich

- hohes Stammkapital nötig, komplett für Haftung belastbar

- kostspielige und aufwendige mitsamt Handelsregistereintrag sowie notariell beglaubigtem Gesellschaftsvertrag

- Gründungsdauer bis zu 3 Monaten

- Bilanzierungs- & Buchführungspflicht, Jahresabschlusskosten

- Fremdkapitalbeschaffung durch beschränkte Haftungssumme und damit verbundenem Insolvenzrisiko erschwert

UG

- bildet eine Sonderform der GmbH und profitiert als solche auch von deren Regelungen

- erfordert ein weit geringeres Stammkapital (min. 1 Euro)

- eignet sich dadurch als Einstieg in eine unternehmerische Tätigkeit v.a. für Existenzgründungen

- kann ab 25.000 Euro Stammkapital in GmbH umgewandelt werden

- vergleichbar zu GmbH

- aufgrund geringeren Stammkapitals nochmals größeres Insolvenzrisiko und hierdurch verminderte Kreditwürdigkeit

- Stammkapital darf nur in Geld- und nicht in Sachwerten hinterlegt werden

- Handelsregistereintragung und Gründungsaufwand ähnlich GmbH

- Bilanz– und Buchführungspflicht

- muss nach Abzug des Verlustvortrags 25 % des Jahresüberschusses zur Aufstockung der Stammkapitaleinlage auf 25.000 Euro einsetzen

AG

- Haftung beschränkt sich auf Gesellschaftsvermögen

- Geschäftsanteile (Aktien) sind leicht übertragbar

- Gesellschaft besteht auch bei Mitgliederwechsel uneingeschränkt fort

- Möglichkeit der Börsennotierung

- Unabhängigkeit von Bankkrediten

- hohes Ansehen, gilt als „seriös“

- erleichterte Kapitalbeschaffung

- vereinfachtes Verfahren für die Gründung von „Kleine-AG“

- durch Stammaktienanteil kann Kontrolle über Unternehmen gewahrt werden

- anspruchsvollste Gründung inkl. notarieller Beglaubigung und Handelsregistereintragung

- aufwendige Buchführung

- Organisation mit 3 Gremien komplex

- hohes Stammkapital von 50.000 Euro

- Risiko unfreiwilliger Übernahme

- hoher Anteil zwingenden Rechts beschränkt Ausgestaltungsspielräume


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