Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 8. Januar 2020 * Laut der aktuellen Jahresauswertung „Die Energiewende im Stromsektor – Stand der Dinge 2019“ von Agora Energiewende sanken die Treibhausgasemissionen in Deutschland im vergangenen Jahr um mehr als 50 Millionen Tonnen. Damit lägen sie etwa 35 Prozent unter dem Niveau von 1990. Das Ziel Deutschlands, die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, sei damit überraschenderweise wieder denkbar. Den unerwarteten Klimaschutzerfolg verdanke Deutschland ausschließlich den Erneuerbaren Energien im Stromsektor. Gebäude- und Verkehrssektor schmälerten dagegen die Bilanz.

Laut der Jahresauswertung erzeugen die Erneuerbaren Energien erstmals mehr Strom als Kohle- und Kernkraftwerke zusammen. 42,6 Prozent der Stromnachfrage – fast fünf Prozent mehr als 2018 – wurden demnach durch Sonne, Wind & Co. gedeckt. Als Hauptursache nennen die Expertinnen und Experten der Denkfabrik die gestiegenen Preise für CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel. Zusammen mit einer gestiegenen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und einem gesunkenen Stromverbrauch führte der Emissionshandel dazu, dass fossile Kraftwerke aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit im vergangenen Jahr gedrosselt wurden.

Die Stromproduktion von Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken brach so um 31 bzw. 22 Prozent ein. Gaskraftwerke profitierten hingegen mit einem Plus von 11 Prozent von dieser Entwicklung, da sie weniger CO2-Zertifikate für ihre Stromerzeugung benötigen.

Als problematisch gelten nach wie vor die Emissionen aus dem Gebäude- und Verkehrssektor. Hier seien 2019 mehr fossile Rohstoffe als im Vorjahr verbraucht worden.

Der Zubau von PV-Anlagen sowie eine gutes Windjahr sorgten hingegen für das Wachstum der Erneuerbaren Energien. Aufgrund des stockenden Windenergieausbaus an Land sehen die Expertinnen und Experten die Entwicklung der nächsten Jahre in Deutschland jedoch kritisch. Der Ausbau der Windenergie sei in den letzten Jahren um über 80 Prozent eingebrochen. Ohne das „Arbeitspferd der Energiewende“ könne Deutschland jedoch weder den Kohleausstieg noch die Klimaschutzziele erreichen, mahnt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende.

Weitere Details und Hintergründe sowie die ausführliche Pressemitteilung erhalten Sie unter www.agora-energiewende.de.


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