Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 3. Dezember 2019 * Im Interview mit der Bayerischen Staatszeitung erläutert der Bundesentwicklungsminister Gerd Müller verschiedene Hebel für eine faire Beschaffung der öffentlichen Hand. Von Kaffee über Schokoladennikoläuse bis hin zur Arbeitskleidung und Bettwäsche für Kliniken und Pflegeheime. Für viele Produkte gebe es mittlerweile fair produzierte Pendants. Ein fairer Handel sorge dafür, dass auch die Menschen am Anfang der Lieferkette, d. h. in den Produktionsländern eine Perspektive in ihrer Heimat haben und ist damit auch eine Stellschraube in der Bekämpfung von Fluchtursachen. Das Potenzial der öffentlichen Beschaffung beziffert Müller mit ca. 440 Milliarden Euro pro Jahr als „riesig“.

In der Realität sei die nachhaltige Beschaffung, trotz vieler Vorteile, noch längst nicht überall eingezogen. Als Beispiel hierfür nennt Müller Kaffee, von dem wir in Deutschland jährlich etwa 160 Liter pro Kopf und Jahr trinken. Dennoch werde der beliebte "Wachmacher" erst in fünf Prozent der bayerischen Rathäuser in „fairer Qualität“ getrunken. Wie verschiedene Medien berichten (s. z. B. Bayerischer Rundfunk am 02.12.2019) spricht sich Müller aktuell für eine Abschaffung der Kaffeesteuer bei Fair-Produkten aus. So könne ein Wettbewerbsvorteil für solchen Kaffee geschaffen werden, der unter Beachtung der Mindeststandards erzeugt wurde.

Für Kommunen, die ihrer Vorbildfunktion in Hinblick einer nachhaltigen Beschaffung gerecht wollen, stellt der sogenannte „Kompass Nachhaltigkeit“ eine hilfreiche Orientierung dar. Der „Kompass Nachhaltigkeit“ ist ein umfassendes Online-Tool, das einen nachhaltigen Beschaffungsprozess vereinfacht. Er kann unter anderem Hilfestellung leisten, wenn es darum geht, Gütezeichen zu finden, die bestimmte ausgewählte Kriterien beinhalten


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