Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


20191114 WiesentStraubing, 19. November 2019 * Unter der Überschrift „Nachhaltiges Büro“ führte C.A.R.M.E.N. e.V. am 14. November, auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, einen halbtägigen Workshop in Wiesent durch. 12 Teilnehmende informierten sich über Energieeffizienz im Büro, Mitarbeitermotivation sowie nachhaltige Büromaterialien. Während der Veranstaltung erhielten die Anwesenden Tipps, Tricks und Impulse, wie man Nachhaltigkeit im Büro zu einem Thema für alle machen und langfristig verstetigen kann.

Jutta Einfeldt, C.A.R.M.E.N. e.V., startete die Veranstaltung mit einem Vortrag zu den verschiedenen Gütezeichen, die für nachhaltige Büromaterialien vergeben werden. Gemeinsam wurden anschließend Kriterien für mehr Nachhaltigkeit erarbeitet, wie Rohstoffe und deren Herkunft, Nutzungszeit und Verbräuche (z.B. Toner, Tinte, Strom, Wasser usw.), Nutzerfreundlichkeit, Nachfüllbarkeit, Ersatzteilbeschaffung und Reparaturfreundlichkeit. Auch bei der Beschaffung sollte man bereits an eine mögliche Entsorgung denken. Bestehe ein Produkt aus wenigen Komponenten sei es i. d. R. nach Ablauf der Lebenszeit einfacher zu entsorgen sowie einfacher zu recyceln.

Darüber hinaus stellte Einfeldt den „Kompass Nachhaltigkeit“ vor. Dieser stelle ein umfassendes Tool dar, das einen nachhaltigen Beschaffungsprozess unterstütze und vereinfache. Der Kompass Nachhaltigkeit könne unter anderem Hilfestellung leisten, wenn es darum gehe, Gütezeichen zu finden, die bestimmte, ausgewählte Kriterien beinhalten.

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Keywan Pour-Sartip, C.A.R.M.E.N. e.V., thematisierte im Anschluss das Thema Mitarbeitermotivation und zeigte auf, dass Handeln durch viele Gründe beeinflusst wird. Zwang und Druck wirkten häufig kontraproduktiv und können die Motivation der Mitarbeitenden nur selten fördern. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn es darum gehe, alte Gewohnheiten aufzubrechen. Eine zielgerichtete Kommunikation sowie der Austausch innerhalb der Gruppe können dagegen helfen, Änderungen anzustoßen. Pour-Sartip empfahl zudem, nicht alles auf einmal zu wollen, sondern in kleinen Schritten vorzugehen. Auf diese Weise ergebe sich genügend Zeit, alle Beteiligten "mitzunehmen", Dinge auszuprobieren und Möglichkeiten auszuloten.

Um das Thema Nachhaltigkeit im Büro am Leben zu halten, seien ein regelmäßiger Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen sowie gemeinsame Aktionen (beispielsweise einen Nachhaltigkeitstag, Rundmails zu aktuellen Themen, Beiträge in der Mitarbeiterzeitung, jährliche Ermittlung der Energieeinsparungen als Ansporn, etc.) und das Bereitstellen von Infomaterial ratsam.

Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken. Dies wurde auch im Vortrag von Stefan Heins, C.A.R.M.E.N. e.V., deutlich. Heins startete mit der Erläuterung des Begriffes Energie und Energieeffizienz. Er ging auf die betreffenden Umweltzeichen ein und wies darauf hin, dass ein neues EU-Energielabel ab 2021 eingeführt wird. Dieses gelte für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, (Wein-)Kühlschränke, Lampen, Elektronische Displays und kommerzielle Kühlschränke. Hiermit werden die herkömmlichen Klassen (A+++, A++, A+, usw.) durch neue Kategorien ersetzt. Außerdem werde das Label durch einen QR-Code ergänzt über welchen die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Informationen zu den Geräten abrufen können.

Heins erläuterte darüber hinaus warum Energiesparen nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll ist. Wichtig sei, den Energiedreisprung zu berücksichtigen, nämlich den Energiebedarf zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und die erneuerbaren Energien auszubauen. Im Anschluss an den Vortrag konnte die Teilnehmenden gemeinsam überlegen was Energie ist, in welcher Form sie im Büro auftritt und wo sich Energie einsparen lässt.

 


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