Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


20191017 Windtreffen 1 bearbStraubing, 18. Oktober 2019 * Zum 8. Ländererfahrungsaustausch Windenergie trafen sich am 14. und 15. Oktober Vertreter der Länderenergieagenturen, die Fachagentur Windenergie an Land, das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende sowie C.A.R.M.E.N. e.V. Gastgeber des Treffens in Simmern/Hunsrück war die Energieagentur Rheinland-Pfalz. Neben dem fachlichen Austausch untereinander ist ein Ziel der Teilnehmenden, über den reinen Informationsaustausch hinauszugehen und gemeinsame Kooperationen anzustoßen.

Nach den Länderberichten lag ein Fokus des Treffens unter anderem auf dem Repowering sowie der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung. Frank Schindler von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) berichtete zu aktuellen Entwicklungen aus dem Bereich des Repowerings. Anlagen mit einer Leistung von rund 4 GW fallen bald aus der Vergütung. Das Repowering, d. h. die technische Erneuerung von Windenergieanlagen am selben Standort, sei aufgrund der Flächennutzungsplanung sowie sonstiger Rahmenbedingungen allerdings nur in den wenigsten Fällen möglich. Häufig sei außerdem eine erneute Standsicherheitsprüfung nach 20 Jahren erforderlich, weshalb einmal erteile Genehmigungen häufig nicht ausreichend für den weiteren Betrieb seien.

Ein Impulsvortrag von Claudia Bredemann (EnergieAgentur.NRW) zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung zeigte die derzeitigen technischen Möglichkeiten auf. In rund 90 Prozent der täglichen Nutzungsdauer sei keine Befeuerung notwendig. Dennoch leiste eine umsichtige Nachtbefeuerung bei Windenergieanlagen einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanzsteigerung. Derzeitige Optionen sind das Aktiv- und Passivradar sowie Transponderlösungen. Eine finale Abstimmung zwischen Projektierern und der Deutschen Flugsicherung, welches Verfahren zum Tragen kommt, stehe noch aus.

Ein weiteres Thema des fachlichen Austauschs war das, am 7. Oktober veröffentlichte Paper des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Stärkung des Ausbaus der Windenergie an Land“.

Aufgrund des regen Informationsaustauschs und der Kooperationen, die durch die regelmäßigen Austauschtreffen generiert werden, ist eine Fortführung vorgesehen. Das nächste Treffen ist für das Frühjahr 2020 angesetzt.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok