Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


C.A.R.M.E.N. e.V. Gastgeber des 5. Ländererfahrungsaustausches Windenergie

Gruppenbild Ländererfahrungsaustausch Windenergie 2018
Straubing, 11. September 2018 * Am Donnerstag, den 6. September sowie Freitag, den 7. September 2018 trafen sich Vertreter von Länderenergieagenturen und weiteren Beratungseinrichtungen in Straubing. Ziel der jährlich stattfindenden Treffen ist neben dem fachlichen Austausch das Anstoßen gemeinsamer Kooperationen.

Auf der Agenda stand am Donnerstag unter anderem der Weiterbetrieb von Windenergieanlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung. In diesem Zusammenhang wurden Erlösmöglichkeiten außerhalb des EEG, wie die Direktvermarktung, Direktversorgung von Gewerbe- bzw. Industriebetrieben, Projekte zur Eigenversorgung und energieautarke Kommunen diskutiert. Den Einstiegsvortrag hierzu gestaltete Claudia Bredemann von der Energieagentur NRW, mit dem Vortrag "Weiterbetrieb oder Rückbau - Was passiert mit Windenergieanlagen nach Förderende ab 2020?". Zusätzlich wurden die Themen Repoweringpotenziale, der Rückbau und das Recycling von Windenergieanlagen aufgegriffen.

Besprechungsraum Ländererfahrungsaustausch Windenergie 2018Am Freitag wandten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den energiepolitischen Inhalten der neuen Bundesregierung zu. Zum Einstieg in die Diskussion referierte Frank Sondershaus von der Fachagentur Windenergie an Land zu den "Ansätzen zur Stärkung der kommunalen Teilhabe in der Diskussion". In diesem Zusammenhang machte er deutlich, dass freiwillige Ausgleichsmechanismen meist besser funktionieren als gesetzliche. Dabei sei derzeit die finanzielle Beteiligung mitunter noch am besten geeignet. Es existieren aber weitere Vorschläge für unterschiedliche Konzepte zur Akzeptanzsteigerung, unter anderem durch Sonderabgaben, durch Außenbereichs- oder durch Konzessionsabgaben, deren Vor- und Nachteile jeweils erörtert wurden.

Ebenfalls am Freitag beleuchtet wurden die Ausschreibungs- und Umsetzungsergebnisse, Erfahrungen und Prognosen der PV-Wind-Ausschreibungen sowie die Akzeptanz von Windenergieanlagen. So wurden unter anderem der Umgang und die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen sowie die Akquise und Aktivierung von Kommunen diskutiert.

Gastgeber des nächsten Treffens ist die Fachagentur Windenergie an Land e.V.. Unter anderem soll es Anfang 2019 in Berlin erneut vertieft um Direktvermarktung und innovative Geschäftsmodelle sowie um Bildungsprojekte im Bereich Windenergie und um Erfahrungen und Hemmnisse mit dem Thema Mobilfunk und Windenergie gehen.


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