Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 23. Januar 2018 * Im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundprojekts NEW 4.0 (Norddeutsche EnergieWende) haben es sich Hamburg und Schleswig-Holstein zum Ziel gesetzt, die Gesamtregion mit 4,5 Millionen Einwohnern bis 2035 vollständig mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Für die Umsetzung der Ziele ist neben technologischen Innovationen auch die Akzeptanz der Bevölkerung ausschlaggebend. Im Rahmen der Akzeptanzforschung wurde eine Studie beim Berliner Institut Ipsos Public Affairs in Auftrag gegeben, das zwischen Juni und Juli ca. 1.000 Personen ab 18 Jahren im Projektgebiet zum Thema Energiewende online befragt hat.

Die am 18.01.2018 veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass das Thema „Umwelt-, Klimaschutz und Energiefragen“ unter den Befragten in Bezug auf seine Wichtigkeit lediglich Rang fünf belegt und damit hinter den Themen Einwanderung, Altersversorgung, Terrorismus und Bildungspolitik liegt. Dennoch schätzen rund 85 Prozent der Hamburger und Schleswig-Holsteiner den Klimawandel als bedrohlich. Auch das Interesse an dem Themenkomplex Erneuerbare Energien und Klimapolitik ist mit rund 59 Prozent groß. Mehr noch, 65 Prozent, interessieren sich für das Thema Umwelt-/Naturschutz mit dem es inhaltliche Überschneidungen gibt.

Unsicherheiten belegen die Zahlen in Bezug auf das Gelingen der Energiewende. So stimmen 10 Prozent eher oder überhaupt nicht zu, dass sich mit regenerativen Energien ein stabiles Energiesystem aufbauen lässt und 6 Prozent glauben nicht, dass Erneuerbare Energien die Kernenergie ersetzen könnten. Weitere 20 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob die Energiekosten langfristen sinken werden. Unterschiedlich fiel die Akzeptanz von erneuerbaren und konventionellen Energieanlagen im eigenen Wohnumfeld aus. So bestätigten 61 Prozent in deren Nachbarschaft zu wohnen. Der Grad der Belästigung wird bei Kernkraftwerken sowie Kohlekraftwerken am vergleichsweise höchsten eingestuft. Am wenigsten störend werden Solaranlagen empfunden, gefolgt von Umspannwerken und Windenergieanlagen.

Um die Akzeptanz für die Energiewende weiterhin zu stärken, sind im Rahmen des Projekts weitere Öffentlichkeitsmaßnahmen und Aktionen geplant, u. a. eine Wanderausstellung.

Weitere Informationen finden Sie unter NEW 4.0 und NEW 4.0 - Akzeptanzförderung.


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