Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


DSC 1533Am 3. Dezember fand im Kolpinghaus inNeumarkt i. d. OPf. die C.A.R.M.E.N.-Veranstaltung „EEG-Novelle 2014 – Ökonomie Erneuerbarer Energien“ statt, welche den rund 40 Teilnehmern die entscheidenden Veränderungen des aktuellen EEG nahebrachte, darunter dessen Auswirkungen auf den Betrieb von Bestandsanlagen wie auch die neuen Rahmenbedingungen der Wirtschaftlichkweit von Investitionen in Neuanlagen zur Gewinnung von Erneuerbarer Energie.

 Im Anschluss an den Einführungsteil, bestehend aus zwei Vorträgen zur rechtlichen Rahmensetzung für Neu- bzw. Bestandsanlagen, die von Herrn Daniel Gampe von C.A.R.M.E.N. e.V. bzw. Frau Susanne Lindenberger von der Kanzlei „Paluka Sobola Loibl und Partner Rechtsanwälte“ ausgeführt wurden und die allgemeinen Grundzüge der Novelle nachzeichneten, dabei auf u. a. Betreiberpflichten, offene juristische Fragen und damit verbundene Risiken abstellend, folgten vier Fachbeiträge, die sich jeweils spezifischen Anlagentypen und deren wirtschaftlicher Zukunft unter dem neuen EEG widmeten.

Zunächst führte Herr Ulrich Kilburg, C.A.R.M.E.N. e.V., zur erschwerten Lage der Biogasanlagentechnologie aus, welche Substrat- und Anlagenkonzepte fortan noch einen auskömmlichen Betrieb zu realisieren das Potenzial besitzen. Nachfolgend präsentierte seine Kollegin, Frau Melanie Zenker, die Situation übriger Biomasseanlagen, insbesondere die immense Bedeutung eines funktionalen Wärmenutzungskonzepts für einen zumindest verlustfreien Anlagenbetrieb unter den gegebenen Marktbedingungen. Dabei machte sie deutlich, wie einzelne Technologien nur mehr unter ausnehmend optimalen Voraussetzungen mit einer finanziellen Tragfähigkeit rechnen könnten.

Positiver stellte sich dagegen die Ausgangslage der Photovoltaiknutzung dar, welche Herr Thiemo Müller von C.A.R.M.E.N. e.V. wiedergab. Demnach hätten die beträchtlichen Effizienz- und Kosteneinsparungssteigerungen aus der Entwicklung der Photovoltaik zu einer Bezugspreisparität geführt, welches einen Anlagenbetrieb außerhalb des EEG seit 2012 zunehmend attraktiv werden ließ und die weitere Verwendung dieser Technologie zu gewährleisten hilft. Trotz der im Zuge des EEG 2014 eingeführten Eigenverbrauchsumlage auf selbst erzeugten und verbrauchten Strom sowie weiterer Änderungen etwa hinsichtlich der Vermarktungsbestimmungen sind demnach wirtschaftliche Anlagenkonzepte weiterhin realistisch und mit vertretbarem Aufwand für den Anlagenbetreiber machbar.

Im letzten Vortrag des Tages führte nochmals Daniel Gampe den Sachstand der Windkraftnutzung aus, welche mit teils signifikanten Vergütungskürzungen, dem ersatzlosen Wegfall bisheriger Boni, einem gestrafften Referenzertragsmodell und insbesondere der auf bayerischer Landesebene eingeführten 10-H Regelung zukünftig noch sorgfältiger und eingehender auf ihre Einspar- und Erlöspotenziale hin optimiert sowie bezüglich ihrer Genehmigungsfähigkeit und Akzeptanz in der betroffenen Bevölkerungen intensiver flankiert werden muss, sofern sie weiterhin im Konzert der Erneuerbaren Energien in Bayern eine Rolle spielen soll.

Die rege Teilnahme des engagierten Publikums bezeugte dessen Interesse als auch die Aktualität der Thematik und unterstrich die Relevanz der weitreichenden Folgen der neuesten EEG-Gesetzesreform.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

 


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