Am Samstag, den 01. März 2014, wurden Sabine Weyermann und Thomas Kraus-Weyermann, Vermarkter des Historischen Waldferiendorfs Dürrwies®, zu den ersten Holz-Botschaftern des regionalen Netzwerks Forst und Holz ernannt. Mit diesem Titel werden künftig in den sieben am Netzwerk beteiligten Landkreisen in Niederbayern und der Oberpfalz Persönlichkeiten geehrt, die mit Begeisterung den heimischen Rohstoff in ihren Branchen vermarkten. Ganz nach dem Motto „Stolz auf Holz".

Sabine Weyermann, selbst „Botschafterin Bambergs" und mit ihrem Mann Inhaberin einer Malzmanufaktur in der fränkischen UNESCO-Weltkulturerbestadt, war sichtlich gerührt über die Ehrung und berichtete: „Wir sind nun schon seit 17 Jahren hier, wollten ursprünglich etwas am Starnberger See kaufen. Aber das hier war Liebe auf den ersten Blick!" Dürrwies ist zweifelsohne einzigartig. Nirgendwo sonst gibt es ein so in sich stimmiges Ensemble historischer Dorf- und Hauskultur des Bayerischen Waldes. Waren die Weyermanns 1997 noch als Mieter eines historischen Holzstadels gekommen, erwarben sie sukzessive mehrere Häuser und übernahmen dann die Vermarktung aller 21 Häuser der Vermietergemeinschaft des Waldferiendorfs.

Und damit Wald und Holz und die ruhige Lage drei Kilometer außerhalb von Seiboldsried im Landkreis Regen ein einzigartiges Erlebnis für ihre Gäste sind und bleiben, sucht man bis heute einige Errungenschaften der Moderne vergebens: Kein Fernseher, kein Radio und schlechter Funkempfang lassen die Besucher in eine fast vergessene Zeit finden und begünstigen eine gewollte Entschleunigung, die von den Gästen aus aller Welt geschätzt wird.

Viele Besucher bestätigen dieses Konzept, das einen markanten Gegensatz zum hektischen Alltag bietet und loben die Naturnähe des Waldferiendorfs: Ein Gast aus Israel etwa berichtete begeistert, dass er noch nie so viele Bäume in seinem Leben gesehen hätte. Eine Russin inhalierte die Waldluft, die Sie im Moskauer Industriesmog noch nie gerochen hätte. Eine Münchner Familie fühlte sich mit ihren fünf Kindern gar wie im Paradies.

Die Mitarbeiterinnen im Feriendorf heißen alle Waldfeen und die bezaubernde Atmosphäre wird mittlerweile auch für weitere Vermarktungsideen genutzt: so führt Bürgermeister Walter Nirschl Trauungen im historischen Stadel durch und mit dem „Dürrwieser Adventsfensterln" gibt es eine besondere Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

So ist es fast selbstverständlich, dass das Ensemble aus 21 historischen Stadeln, Getreidekästen und Holzbauernhäusern nicht nur erhalten, sondern auch mit viel Liebe zum Detail weiterentwickelt wird. So zum Beispiel durch die Umnutzung von bestehenden Gebäuden, wodurch weitere qualitativ hochwertige und nachhaltige Ferienhäuser entstehen. Ein Rundgang durchs Waldferiendorf ist deshalb wie eine Reise durch über 300 Jahre Holzbau. So entdeckt man an den verstreut im Wald liegenden Häusern viele Details bayerischer Schreinerkunst und fast vergessene Holzschnitzdetails. Zudem zeigt Familie Weyermann in den Ferienapartments, von der historischen Bauerntruhe bis zum modernen Holzbett, die vielfältige Verwendbarkeit des heimischen Rohstoffs Holz im Innenausbau.

So sahen der Bischofsmaiser Bürgermeister Walter Nirschl und Dr. Thomas Koy, im Landkreis Regen Sprecher des Netzwerkes Forst und Holz, bei ihrem Besuch dann auch nur ausgebuchte Häuser und verstanden so noch besser die Worte der neuen Holz-Botschafter: „Man braucht Zugereiste, damit die Einheimischen wissen, in welchem Paradies sie leben".
Kein Wunder also, dass es die Bamberger Familie Weyermann-Kraus auch selbst immer wieder nach Dürrwies zieht. An mehr als 120 Tagen im Jahr sind sie für ihre Röst- und Malzmanufaktur in der ganzen Welt unterwegs. Aber nach der Ankunft am Münchner Flughafen geht es stets nach Dürrwies, zu ihren Waldfeen, in ihren eigenen Holzstadel, zu ihren Gästen.

Ein weiteres Ausstellungsstück aus Holz wird noch im Frühling in das historische Waldferiendorf finden: Stilecht wird die Auszeichnung als Holz-Botschafter des Netzwerks dann noch mit einer Plakette verdeutlicht. Diese besteht aus einer Scheibe aus einem bayerischen Buchenstamm mit dem Zertifikat für die neuen Holz-Botschafter. Sollte gut passen, neben den Sternen des Deutschen Tourismusverbandes ...

Dr. Thomas Koy/ Dipl. Kulturwirtin Univ. Anke Wischnewski (12.03.2014)


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