Straubing, 12.02.2018 (AS) -  In Deutschland ist Holz nach wie vor das verkannte Klimaschutz-Genie obwohl die Steigerung der Holzverwendung im Bauwesen doch erstklassige Klima- und zugleich Gesundheits-Vorsorge wäre. Im gerade vorgelegten Koalitionsvertrag fehlt zwar der Waldbesuch auf Rezept, aber immerhin erkennen die Parteien zunehmend die Klimaleistungen des Waldes und die Zukunftspotentiale der Holzverwendung.

 

Die Forst- und Holzwirtschaft kann weiter auf die Waldstrategie 2020 und die Charta für Holz 2.0 setzen. Zu beiden Werken bekennt sich der Koalitionsvertrag ausdrücklich. Durch die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Wald und Holz im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wird Wald und Holz als Querschnittsthema zusätzlich gestärkt. Im Rahmen aller Aktivitäten gegen die Klimaveränderungen wird die Forst- und Holzforschung künftig ein Schwerpunkt in der öffentlichen Forschungsförderung sein.

Dem Bauen mit Holz wird Entwicklungspotenzial zugesprochen und die künftige Regierung will prüfen, mit welchen Maßnahmen bestehende Hürden und Hemmnisse abgebaut werden können. Daher ist die Gelegenheit gut, dass die wissenschaftlich längst überholten Brandschutzvorgaben und Einschränkungen beim Bauen in die Höhe mit Holz in vier Jahren dann der Vergangenheit angehören. Für die Holzbranche bleibt es auch ein wichtiges Ziel, dass der Energiebedarf bei der Materialerstellung und -entsorgung künftig in alle Bauentscheidungen einfließt. Der angekündigte Ausbau der Ökobilanzierung bietet dazu gute Gelegenheit.