Über dreißig Gäste sind der Ein-IMG 20171020 144442ladung des Netzwerks Forst und Holz zur Besichtigung einer Holz Baustelle nach Regensburg gefolgt. Das Ziel war ein 12-Spänner Reihenhaus unseres Netzwerkpartners Gerhard Gruber. Die Teilnehmer waren bunt gemischt. Architekten, Zimmerer und Nutzer von Gewerbeimmobilien waren gekommen, um sich einen Eindruck von dieser Dimension des Holzbaus zu machen. Fachleute des Holzforums Regensburg und Partner im Netzwerk Forst und Holz aus Cham, Straubing, Deggendorf und dem Rottal nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen.

Von außen ist das Haus noch klar als Holzhaus erkennbar. Im Obergeschoß zur Straßenseite Holz so weit das Auge reicht. Das ändert sich auf der Gartenseite und wenn man die Räume betritt. Dort dominiert noch das Grau der an den Wänden verbauten Faserzement Platten die später verputzt und gestrichen werden. Und trotzdem ist das Holztypische warme Wohnklima schon jetzt zu spüren. Für viele eine überraschende Erkenntnis aber sie beweist: Holzbau erlaubt eben auch eine neutrale Innenraumgestaltung.
Auf einen anderen Vorteil der Holzbauweise konnte Gerhard Gruber in seiner Begrüßung hinweisen: durch das geringere Gewicht konnte trotz des problematischen Untergrundes auf eine tiefe Pfahlgründung des Gebäudes verzichtet werden und so ruht das Gebäude nur auf einer Bodenplatte. Das ergibt spürbar geringere Kosten je Wohneinheit. Dafür wurde bei der Ausstattung des Gebäudes nicht gespart. Die Räume der Einzelhäser sind komplett mit Fußboden Heizungen beheizt und die Wärmegewinnung erfolgt mit Solarthermie und einer Wärempumpe. Dreifach verglaste Holz-Alu Fenster minimieren den Wartungsaufwand bei den Hauseigentümern und tragen zum KFW 40 plus Standard bei; Ebenso der Integralspeicher und die Lüftungsanlage mit Wärme Rückgewinnung. Die wohngesunde und ökologische Bauweise waren zwei wichtige Entscheidungskriterien für die Bauherrin, sich für das besuchte Holzreihenhaus zu entscheiden. Genauso wichtig war ihr aber die Möglichkeit, fast alle Innenwände nach belieben verschieben zu können. Nur bestimmte tragende Wände mussten fix bleiben. Im Ergebnis bedeutet das für die Baufirma, dass fast alle Einzelhäuser andere Grundrisse aufweisen. Dazu noch zwei verschiedene Hausbreiten und drei verschiedene Treppenpositionen, von denen im besuchten Haus eine querstehende Mitteltreppe gewählt wurde.
Bei Reihenhäusern ist besonders der Brandschutz zwischen den Häusern wichtig. Gelöst wurde das durch eine mehrfache Beplankung zwischen den Gebäuden und dem Einbringen einer, auch Schall absorbierender, Mineraldämmung.

Die Reihe der Baustellenbesuche wird fortgesetzt:

NAWAREUM Straubing (Anmeldung bis 02.11.2017 erbeten)
Informations- und Erlebnisort in Holzbauweise
Bayerns größte Holzbaustelle!
Am 03.11.2017
Um 15:00 Uhr
In der Schulgasse 18
94315 Straubing