gmps dankWas im Unternehmen ist Verschwendung und wie kann man diese minimieren und dadurch das Betriebsergebnis verbessern? Das war die zentrale Frage bei einem Unternehmerseminar am Freitag, den 23. Januar 2015, in Deggendorf.
Über 20 Vertreter von Betrieben aller Größenordnungen, überwiegend aus der Branche Forst und Holz, waren der Einladung des Netzwerks Forst und Holz im C.A.R.M.E.N. e.V. nach Deggendorf gefolgt, um am praxisnahen Seminar von Referent Alois Müller teilzunehmen.

Der Vortragsraum des Wasserwirtschaftsamtes im historischen Schiffsmeisterhaus mit seinem beeindruckenden Dachstuhl aus Holz, passte gut zur Zielgruppe der Veranstaltung. Zudem lud die brandneue Ausstellung zum Thema Donau, Schifffahrt und Hochwasserschutz, zur Entspannung in den Pausen ein.

Müller, Ingenieur und international erfahrener Experte für kontinuierliche Verbesserungsprozesse in Betrieben, war es zunächst ein Anliegen, den Teilnehmern zu verdeutlichen, was im Betrieb Verschwendung ist. Nämlich all das, für das der Kunde kein Geld bezahle, das aber trotzdem koste. Kurzum, das Gegenteil von Wertschöpfung. Durch die Optimierung der Geschäftsprozesse könne es gelingen, die Verschwendung in allen Bereichen (Mensch, Material, Maschine und Methode) zu minimieren und somit die Ergebnisse in Produktion, Dienstleistung und Verwaltung, zu verbessern.

Wichtig sei es, einen Blick für Verschwendung im eigenen Unternehmen zu entwickeln, dies könne zum Beispiel durch die einfache Beobachtung von Arbeitsabläufen an einer bestimmten Maschine oder im Büro erfolgen. Als Instrumente um eine Optimierung der Prozesse einzuleiten, reichten am Anfang Stift und Papier, es gäbe aber auch umfangreiche Tabellen und EDV-Systeme.
Auf alle Fälle unabdingbar sei es, nach dem Motto „Miss es, oder vergiss es", die Ausgangssituation und auch die Veränderungen in Zahlen zu erfassen und somit den Erfolg der ergriffenen Maßnahmen greifbar zu machen. Auch als Ansporn für die Mitarbeiter, die in einen solchen Verbesserungsprozess stets mit eingebunden werden müssten.

gmps teilnehmerAls ein Beispiel aus der Praxis stellte Müller die Umstrukturierung einer mittelständischen Schreinerei vor. Dort sei es gelungen, durch relative einfache Auf- und Umräummaßnahmen in Lager und Produktion und die veränderte Einteilung der Mitarbeiter, die Wege wesentlich zu verkürzen und die Arbeitsergebnisse quantitativ und qualitativ deutlich zu verbessern. „Von den Angestellten dort, will heute keiner mehr arbeiten, wie zuvor", so Müller.

Die vielen Fragen im Anschluss an den Vortrag und bei der gemeinsamen Brotzeit bezeugten das rege Interesse der Teilnehmer. Alexander Schulze, Organisator der Veranstaltung und Geschäftsführer des Netzwerks Forst und Holz, bedankte sich herzlich beim Referenten Alois Müller.

Downloads zum Thema:

- Grundlagen GMPS pdfPDF
- Arbeitsplatzorganisation pdfPDF
- Standardisierung und visuelles Management pdfPDF
- Termingenaue Fertigung pdfPDF
- Umfassende produktive Instandhaltung pdfPDF

Bilder:

- Dank – Geschäftsführer Alexander Schulze bedankt sich beim Referenten Alois Müller.
- Teilnehmer – Die Teilnehmer des Seminars im Schiffmeisterhaus in Deggendorf.

Bildquelle: Netzwerk Forst und Holz im C.A.R.M.E.N. e.V.


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