Bauen mit Holz in neuen Dimensionen – Vortrag, Ausstellung und Aktionstag in Straubing Der moderne Holzbau kann viel mehr als nur Einfamilienhäuser! Was der Baustoff Holz alles zu leisten vermag, erfuhren über 50 Interessierte am 23. Juli in Straubing. Anlässlich der mobilen Ausstellung “schauholz“ am Theresienplatz, hatten das Netzwerk Forst und Holz zum begleitenden Vortrag „Faszination Holzarchitektur“ eingeladen.

Mehr als 50 Interessierte, aus Straubing und der ganzen Region, darunter zahlreiche Architekten, Holzhausbauer und weitere Betriebe der Holzbranche, waren der Einladung des Netzwerks nach Straubing gefolgt, um mehr über den modernen Holzbau und die Ausstellung „schauholz“ zu erfahren. Netzwerkgeschäftsführer Alexander Schulze freute sich über das große Interesse und dankte Klaus Stögbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing, der für den Waldbesitzertag am kommenden Sonntag die Ausstellung nach Straubing geholt hatte. „Die Ausstellung passt ganz hervorragend in die Bioenergieregion Straubing“, stellte Josef Laumer, stellvertretender Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, bei seiner Begrüßung fest.

„schauholz ist die mobile Variante der großen Ausstellung Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft, die 2011/2012 in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen war“, erläuterte Referent Martin Kühfuss. Als Architekt war Kühfuss maßgeblich bei der Gestaltung der Ausstellung in Containerform beteiligt und freute sich, das Konzept den Teilnehmern der Netzwerkveranstaltung vorstellen zu dürfen. Ziel der Ausstellung sei es, die Möglichkeiten des modernen Holzbaus anschaulich darzustellen und auf die positiven Effekte dieser Bauweise auf Umwelt und Klima hinzuweisen. „Jeder Kubikmeter verbautes Holz speichert eine Tonne Kohlendioxid und ein Drittel der deutschen Jahresholzernte würde ausreichen, um in Deutschland sämtliche Neubauten eines Jahres in Holzbauweise zu errichten“ belegte Kühfuss die positive Klimawirkung und die reichliche Verfügbarkeit des Baustoffs Holz mit eindrucksvollen Zahlen.

Dass sich der Holzbau neben Einfamilienhäusern auch längst für Großbauten bewährt hat, zeigten zahlreiche Beispiele aus Deutschland und aller Welt, die Kühfuss in seinem Vortrag präsentierte. Vom Finanzamt Garmisch-Patenkirchen bis zum Baseball-Stadion mit 178 Metern Spannweite in Japan. Von großer Bedeutung im Holzbau seien vor allem die Vorfertigung in der Werkstatt, die die Montagezeit auf der Baustelle auf ein Minimum reduziere sowie die Möglichkeiten der modernen EDV. „Ohne PC und moderne Rechen-und Konstruktionsprogramme, wären vielen Objekte nicht realisierbar“, so Kühfuss.

Nach dem Vortrag ging es zur schauholz-Box auf dem Stadtplatz, wo nach der Besichtigung der Ausstellung eine Brotzeit und Gelegenheit zum fachlichen Austausch auf dem Programm standen. „Wenn wir das nächste Mal bauen, dann möglichst in Holz“, so das Fazit vieler Teilnehmer.

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