Eindeutige Rechtssicherheit und klar formulierte Ansprüche an die Verkehrssicherheit und deren Regelung im Wald; Dies forderten die forstlichen Spitzenverbände BDF und DFWR bei einem forstpolitischen Gespräch in Berlin.

„Verkehrssicherungspflicht im Wald“ war das Thema der traditionellen „Sauvesper“ am 11. September 2012. Dazu trafen sich Abgeordnete des Deutschen Bundestages und hochrangige Ministeriumsmitarbeiter mit Vertretern des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) und des Deutschen Forstrates (DFWR) in Berlin.

Beide Forstverbände halten explizit am freien Betretungsrecht des Waldes fest. Das freie Betreten des Waldes sei ein hohes Gut und eines wichtiger Bestandteil der Gemeinwohlleistung deutscher Wälder. „Das Betreten des Waldes und die Benutzung der Waldwege auf eigene Gefahr widerspricht jedoch der aktuellen Rechtsprechung, die Forstleute und Waldbesitzer sehr verunsichert zurücklässt.“, so DFWR-Präsident Georg Schirmbeck. Diesen Gerichtsurteilen folgend, wären die Forstleute Deutschlands nur noch mit der Kontrolle von Bäumen entlang von Wegen und Straßen beschäftigt, ohne wichtige Aufgaben wie Holzernte, Waldpflege, Beratung und Naturschutz überhaupt begonnen zu haben.

„Für die Waldbesitzer und Forstbetriebe muss klar kalkulierbar sein, welcher Aufwand für die Kontrolle betreiben werden muss.“, so Schirmbeck. Das Ökosystem Wald sei nicht vollständig kontrollierbar, dies müssten Gerichte und Waldbesucher anerkennen, damit nicht aus der Unsicherheit letztlich ein völliges Betretungsverbot des Waldes resultiere.

Die Verkehrssicherungspflicht im Wald war auch Thema eines Vortragsabends des Netzwerks Forst und Holz und seiner Partner am 04. September in Straubing.


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