Teamarbeit ist kein kurzlebiger Management-Trend, sondern bringt sowohl Mitarbeitern, als auch Führungskräften – und somit der gesamten Firma viele Vorteile. Wichtig ist, vorab zu prüfen, welche Aufgaben im Team erledigt werden können und danach die Teamorganisation überlegt und Schritt für Schritt im Unternehmen zu etablieren. Dies sind nur einige der vielen Erkenntnisse aus dem Vortrag „Arbeiten mit und in Teams“ am 17. April in Deggendorf. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von den praxisnahen und kurzweiligen Ausführungen des Referenten Herrn Magister Pfifferling. Beim nächsten Termin der Inforeihe des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald und seiner Partner am 12. Juni wird es um das Thema Controlling gehen. Anmeldung ist ab sofort möglich.

Was ist eigentlich ein Team? Mit dieser Frage an die 30 Gäste begann Herr Magister Franz A. Pfifferling, Wirtschaftssoziologe, Führungsforscher und Wirtschaftscoach aus Altmünster in Österreich seinen Vortrag „Arbeiten mit und in Teams“ in den Räumen der ITC GmbH in Deggendorf. Eingeladen zu dem Abend hatten das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald und sein Partner, die WWK Firmenberatung bAV Heinz Michael Vilsmeier.

„Ein Team ist mehr als eine zufällig zusammen gewürfelte Gruppe von Menschen, die Basis eines jeden Teams ist das gemeinsame Ziel“, machte Pfifferling klar. Erst wenn dieses fest stehe und sichergestellt sei, dass eine Aufgabe in Teams bearbeitet werden kann, sollte begonnen werden, eine Teamstrategie zu erarbeiten. Schritt für Schritt vorgehen und alle Beteiligten ins Boot holen, sei der richtige Weg, denn nur freiwillige Teamarbeit könne zu Erfolg führen, so Pfifferling. Wichtig sei es zudem, ein echte „Teamkultur“ im Unternehmen zu entwickeln. Dies umfasse die eigentlich selbstverständlichen Anstandsregeln im Umgang miteinander und die Anerkennung der Leistungen aller Mitarbeiter ebenso wie einen Blick über den Tellerrand des eigenen Aufgabengebietes hinaus. Ein geeignetes Mittel hierzu sei zum Beispiel ein Tag der offenen Tür innerhalb des Unternehmens, an dem die Mitarbeiter Einblick in andere  Abteilungen gewinnen können. Keinesfalls dürfte der Blick fürs große Ganze, also das Unternehmensziel, verloren gehen. Auf diese Weise würden im Laufe des Team-Entwicklungsprozesses aus Mitarbeitern echte Mit-Denker, Mit-Wisser, Mit-Entscheider und Mit-Verantwortliche. Im Gegenzug müsse aber auch der Chef lernen, Verantwortung zu delegieren und sich vermehrt auf die Kompetenzen seiner Angestellten zu verlassen. Eine Teamorganisation einzuführen brauche Sorgfalt und Zeit. Erst nach circa 1,5 Jahren seien erste Erfolge messbar, so Pfifferling. Aber die Mühe lohne sich: „Mitarbeiter und Vorgesetzte profitieren durch Teamarbeit von einer höheren Arbeitszufriedenheit, geringeren Fluktuationsraten, mehr Kreativität und durch verbesserte Produkte und Dienstleistungen höhere Umsätze.“

In der anschließenden Diskussion wurde auch klar worin der Unterschied zum jahrelang und bis heute propagierten Verfahren des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses liegt: Nicht Kommunikation in lediglich eine Richtung, sondern die kreative, gemeinsame Suche nach Verbesserungen verspricht Erfolg. Veranstalter und Referent freuten sich über zahlreiche Fragen zum Ende des Vortrags und das offensichtliche Interesse der Zuhörer. Bei einer kleinen Brotzeit im Anschluss wurden die neuen Erkenntnisse mit dem Referenten im kleinen Kreis diskutiert.


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