Welche Pflichten habe ich als Unternehmer? Wie kann ich Haftungsfälle vermeiden und mich gegen Risiken absichern? Antworten auf diese Fragen gab es am Dienstag, den 31. Januar, beim ersten Unternehmerabend des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald in Teisnach. Mit seinem praxisnahen Vortrag „Stark in die Zukunft – Neue Trends für effizientes und nachhaltiges Management“ begeisterte der Referent, Herr Professor Josef Scherer von der Hochschule Deggendorf, seine Zuhörer. Für den zweiten Teil der kostenlosen Reihe zum Thema Controlling am 06. März ist Anmeldung ab sofort möglich.

Über 40 Teilnehmer, Unternehmer, leitende Angestellte und sonstige Interessenten aller Branchen, waren der Einladung des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald gefolgt, um aus erster Hand über neue Trends im Bereich Management informiert zu werden. Gemeinsam mit seinem Partner, Herrn Heinz Michael Vilsmeier von den WWK Versicherungen, war es dem Netzwerk gelungen, Herrn Professor Josef Scherer von der Hochschule Deggendorf als Referenten für den ersten Teil der kostenlosen Veranstaltungsreihe zu gewinnen. Mit seiner Erfahrung aus 25 Berufsjahren als Staatsanwalt, Richter, Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter, Gutachter und nicht zuletzt als Unternehmer gestaltete Professor Scherer seinen Vortrag äußerst praxisnah und unterhaltsam und ging auch auf die zahlreichen Fragen der Teilnehmer ein.

Anhand der Skizze eines „Unternehmerhauses“ machte Scherer zunächst deutlich: Unabhängig von seiner Größe gibt es in jedem Unternehmen sämtliche Managementbereiche, von der Geschäftsführung, über den Einkauf bis hin zum Rechnungswesen. Auch wenn diese Aufgaben in kleinen Unternehmen möglicherweise alle von einer oder nur wenigen Personen wahrgenommen werden, müsse man diese bei Planungen stets berücksichtigen. Dabei sei es auch wichtig, eigene Stärken und auch Schwächen zu erkennen und gegebenenfalls Aufgaben an externe Dienstleister auszulagern um sich intern auf seine Stärken zu konzentrieren. So könne und müsse nicht jeder geniale Ingenieur oder geschickte Handwerker zugleich ein guter Buchhalter sein, so Professor Scherer. Um Risiken im Betrieb zu mindern sei es notwendig, diese zunächst zu erkennen und zu bewerten. Daraufhin könne ein System von Schutzmechanismen entwickelt werden, um Risiken soweit wie möglich zu vermeiden, so z.B. durch genaue Arbeitsanweisungen und Dokumentation sämtlicher Abläufe im Betrieb. Letztere sei auch bei Schadensfällen sehr wichtig, um z.B. einer Versicherung nachweisen zu können, dass die unternehmerische Sorgfaltspflicht eingehalten wurde.
Die Zuhörer zeigten sich begeistert von den praxisnahen Ausführungen des Referenten und stellten zahlreiche Fragen zu konkreten Fälle aus ihrer Betriebspraxis. Bei einer kleinen Brotzeit bestand zudem die Möglichkeit zu einem Austausch der Unternehmer untereinander.


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