Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Biomethan entsteht über die anaerobe Vergärung. Als Biomasse kommt vor allem feuchte nicht verholzte Biomasse in Frage, sowohl Wirtschaftsdünger, organische pflanzliche Reststoffe, aber auch speziell angebaute Energiepflanzen (siehe Biogas).

Aufgrund der „Teller-Tank“-Diskussion liegt der Fokus momentan stärker auf den Reststoffen, als auf den Energiepflanzen. Der Gesetzgeber hat diesen Aspekt entsprechend berücksichtigt. So wird 2011 Biomethan als Biokraftstoff, die aus Abfällen im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes hergestellt wird, doppelt gewichtet auf die Biokraftstoffquote angerechnet.

Schon der Begriff Biomethan kann verwirren. Basis ist Biogas, also durch anaerobe Vergärung von Biomasse hergestelltes methanreiches Brenngas. Soll Biogas als Kraftstoff eingesetzt werden, so ist für den Transport über das Erdgasnetz und um einen langzeitstabilen Betrieb zu erreichen, eine Aufreinigung erforderlich. Die hierfür erforderlichen Kriterien sind in der Gasnetzzugangsverordnung und in §13 der 10. BImSchV geregelt.

Bio-Methan ist also gereinigtes Biogas. Damit ist der Kraftstoff das aus Biomasse basierende Pendant zu fossilem Erdgas. Vielfach wird der Begriff Bio-Erdgas verwendet, der allerdings verwirrend ist. Bei Bio-Erdgas müsste es sich eigentlich um eine Mischung von Biogas oder Bio-Methan mit Erdgas handeln.

Teilweise wird auch der Begriff „Regeneratives Methan“ verwendet. Dieses Produkt kann sowohl Bio-Methan enthalten, als auch Methan, welches aus erneuerbarem Strom hergestellt wird. Kommen dann noch die Begriffe Windgas oder Solargas hinzu, ist die Verwirrung vorprogrammiert.


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