Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Tecosol GmbH aus Ochsenfurt verfügt über eine Produktionskapazität von 150.000 Tonnen Biodiesel im Jahr. 2016 wurde eine neuen Technologie integriert und ermöglicht einen flexiblen Einsatz von bis zu 35.000 Tonnen Altpflanzenölen, Rohpflanzenölen und Fettsäuren, sagte Tecosol-Geschäftsführer Ralf Türck. „Wir haben dadurch deutlich weniger Verfahrensschritte und eine sehr einfache Prozessführung". Während die bisherigen Standardverfahren hohe Ausbeuteverluste hätten, werde mit dem MBT-Verfahren zudem eine Ausbeute von 99Prozent erreicht.

Neben den regionalen Rohstoffen Rapsöl setzt das Unternehmen schon seit Jahren auf den verstärkten Einsatz von Reststoffen. Damit werden in Relation zu üblichem Dieselkraftstoff hohe Treibhausgas-Reduzierungsraten erreicht. Der Betrieb ist nach der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung zertifiziert und erreicht je nach Rohstoff eine Einsparung von 80% Treibhausgasen.

Die Anlage der Tecosol GmbH liefert Biodiesel für die Beimischung zu Tankstellendiesel (B7), aber auch für die Anwendung in Zündstrahlmotore für Biogasanlagen. Die Biodiesel-Anlage ging 2000 in Betrieb und wurde beständig optimiert. Der Betrieb verfügt über einen Anbindung an Schiene und den Rhein-Main-Donau-Kanal und ist die einzig verbliebene Biodiesel-Anlage in Bayern.

“Biodiesel” ist ein eingeführter Begriff, der darauf hinweist, das der Kraftstoff in Dieselmotoren eingesetzt werden kann, jedoch pflanzlichen oder tierischen Ursprunges ist. Das „Bio“ weist jedoch nicht auf die Herkunft aus ökologischer Landwirtschaft hin.

Die EN 14214 Europäische Norm spricht von „Fettsäuremethylester für Dieselmotoren (FAME)“. Diese Norm ist 2004 in Kraft getreten und wurde letztmalige 2010 aktualisiert. Sie löste die deutsche Norm DIN 51606 ab. Die hierfür geeigneten Fette können sowohl tierischen Ursprungs sein und fallen bei Verarbeitungsketten tierischer Produkte an.

Pflanzliche Fette (oder Öle) sind die hauptsächlichen Rohstoffe für die Biodiesel-Herstellung. Hier spricht man von “Dieselkraftstoff auf der Basis von PME”. “PME” ist eine Abkürzung für “Pflanzenöl-Methyl-Ester”. “RME”, eine ebenfalls oft genannte Bezeichnung steht für “Rapsöl-Methyl-Ester”.


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