Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 05. Juli 2016 (*hm*) Im Jahr 2015 hat der vieldiskutierte Kraftstoff E10 Marktanteile verloren. Laut BDBE ist der Verkaufsanteil im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte zurückgegangen und beträgt damit 13,6 % bezogen auf den gesamten Otto-Kraftstoffverbrauch.

Bei den Gründen hierfür kann der Blick auf den Preismast an der Tankstelle weiterhelfen. War E10 bis Anfang 2015 noch 4 €-Cent pro Liter günstiger, ist ab diesem Zeitpunkt der Preisvorteil auf 2 Cent gefallen. Sollte E10 Kraftstoff tatsächlich 5% mehr Ethanol enthalten als Benzin, so ergibt sich auf Basis des geringeren Heizwertes ein kalkulierter Mehrverbrauch von 1,5 %.

Wie gut der Tankkunde nun rechnen kann, zeigt die Betrachtung der aktuellen Benzinpreise von 1,30 €/Liter. Hier bewirkt ein Aufschlag von 1,5 % einen Mehrpreis von 1,95 €cent/Liter. Damit ist bei einem Preisvorteil von 2 cent/Liter für den Kraftstoff E10 kein wirklicher Kostenvorteil mehr feststellbar. Der Autofahrer greift dann teilweise wieder zur E5 Zapfpistole.

Die Kraftstoffanbieter müssen seit 2015 durch die Beimischung von Biokraftstoffen ein Treibhausgasminderung von 3,5% erreichen. Bis Ende 2014 gab es eine feste energetische Quote von 6,25 %. Offenbar besteht also für die Kraftstoffanbieter kein großer Druck, Biokraftstoff in Form von E10 zusätzlich zu verkaufen, zumal sich beim Diesel die Beimischung von Biodiesel unauffälliger gestaltet. Denn dem Tankstellendiesel sind von Haus aus 7% Biodiesel beigemischt.


Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.