Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 19. Januar 2016 (*cli*) Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) nahm die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main zum Anlass wiederholt eine öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu fordern. Das deutsche Ziel 1 Mio. Elektrofahrzeuge bis 2020 wird ohne entsprechenden Infrastrukturausbau wohl nicht erreicht werden können. Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hautgeschäftsführung weist darauf hin, dass die Energiewirtschaft beim Infrastrukturaufbau bedeutend in Vorleistung gegangen ist. Eine Ausweitung in diesem Bereich wird laut Kohlmann jedoch nur durch gemeinsame Bemühungen von Politik und Wirtschaft zu bewältigen sein.

 Daher wurde vom BDEW ein Vorschlag vorgebracht, der den Bau von 10.000 Ladesäulen anstrebt. In den kommenden zwei Jahren soll mithilfe des 10.000-Säulen-Programms eine Grundausstattung an öffentlich zugänglichen Normalladesäulen etabliert werden. Vor allem für Nutzer ohne festen Stellplatz mit Lademöglichkeit oder sollte der Kunde sein Elektroauto spontan laden wollen ist dies von erheblicher Bedeutung.

Seitens des Energieverbands würden die Gesamtkosten 100 Mio. € betragen. Diese Kosten sollten sowohl auf Wirtschaft als auch auf öffentliche Fördergeber verteilt werden. Aufbau und Installation einer öffentlich zugänglichen AC-Ladesäule mit zwei Ladepunkten verursachen Kosten von ca. 10.000 €. Durch steigende Stückzahlen kann in den kommenden Jahren mit einer Kostendegression gerechnet werden. Bis 2020 könnte ein Preis von 7.000 € realistisch sein.

Daher schlägt der BDEW für die ersten 5.000 Säulen eine Förderung von 7.000 € um eine beschleunigte Etablierung zu erreichen. Für die zweiten 5.000 Säulen könnte die Förderung auf 5.000 € verringert werden. Für die öffentliche Hand würden also in den kommenden drei Jahren Kosten in Hohe von 60 Mio. € und für die Wirtschaft 40 Mio. € anfallen. Zusätzlich fallen pro Ladepunkt und Jahr ca. 1.500 € an Betriebskosten an. Dies wären also 45 Mio. € über drei Jahre, welche von den Betreibern der Säulen getragen werden. Laut Rechnung des Branchenverbands trägt daher die öffentliche Hand rund 40 % und die Wirtschaft rund 60 % der Gesamtkosten.

 


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