Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 16. Juli 2015 * (hm) * Im Gegensatz zum Elektroauto scheint der Elektroantrieb in der Landwirtschaft noch weit von einer tatsächlichen Anwendung entfernt. Trotzdem gibt es bereits erste Ansätze, die Vorzüge des elektrischen Antriebes zu erschließen. Hierbei sind 2 Ansätze zu erkennen:

1. Der rein elektrische Antrieb mit einem Akku als Energiespeicher, um z. B. Hoflader oder kleine Transportfahrzeuge zu betrieben. Hier sind die Ansprüche an die Kapazität des Akkus und die Autarkie überschaubar. Der Akku kann nach einigen Stunden wieder an der Hofsteckdose geladen werden – idealerweise mit eigenem Solarstrom. Die Fahrzeuge lassen sich leise und abgasfrei bewegen und verursachen geringere Wartungs- und Betriebskosten.

2. Die elektrische Kraftübertragung ersetzt die mechanische Kraftübertragung (z. B. Zapfwelle) oder eine konventionelles mechanische Getriebe. Der Dieselmotor dient weiterhin als hauptsächliche Kraftquelle, kann jedoch kleiner dimensioniert werden, da Leistungsspitzen durch einen Akku samt Elektromotor ausgeglichen werden. Hier geht es in erster Linie um die Erhöhung der Kraftstoffeffizienz oder um Vorzüge bei der Regelbarkeit von Anbaugeräten wie z. B. Düngerstreuer. Im Transportbereich können Zugfahrzeuge Bremsenergie als nutzbare Antriebsenergie zur Erhöhung der Zugkraft am nächsten Berg nutzen. Zudem kann die elektrische Kraftübertragung genutzt werden, um z. B. als Notstromaggregat bei einem Stromausfall zu agieren.