Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 12. Juni 2015 * (cli) * Vergangenes Jahr wurde in Deutschland mehr Biodiesel produziert, aber weniger auf dem heimischen Markt abgesetzt. Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) teilte vergangene Woche mit, dass die deutsche Biodiesel-Produktion 2014 mit rund 3 Mio. Tonnen die zweitgrößte Menge herstellte und das bei einer noch sehr jungen Industriegeschichte. Laut Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist der Anteil der alternativen Kraftstoffe Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl am deutschen Kraftstoffmarkt allerdings auf 4,9% gesunken und dies ist der niedrigste Wert seit 2005.

2007 hatte man den höchsten Marktanteil mit 7,2%. Diesen Absatzeinbruch konnte die Branche durch einen verstärkten Export ausgleichen, denn die Exportquote der Biodieselproduktion belief sich gemäß Verbandsangaben im vergangenen Jahr auf mehr als 50%. Elmar Baumann, Geschäftsführer der VDB, benannte als Gründe hierfür die exzellente internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche und die niedrigen Rohstoffkosten für Raps. Im vergangenen Jahr wurden außerdem die Dumping-Importe von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien vom EU-Markt verboten und dadurch steigerte sich die Nachfrage nach deutschem Biodiesel. Baumann betonte, dass der Absatzrückgang des Biodiesels im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht förderlich ist. Biokraftstoffe ersetzen Energieimporte aus Weltregionen mit problematischen Regierungssystemen uns steigern dadurch die Energiesicherheit. Baumann forderte ein Nachsteuern bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen.

 

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