Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Höherer Anteil nachwachsender Rohstoffe, Verbesserung der technischen und ökologischen Performance und eine noch geringere Abhängigkeit von fossilen Ressourcen.

In der vierten Mater-Bi® Generation vereinen sich insgesamt 4 proprietäre Technologien.

Novara, 14. Juni 2013

– Novamont präsentiert erstmals ein Produkt der vierten Generation von Mater-Bi®-Werkstoffen. Mater-Bi® steht für eine Familie von biologisch abbaubaren und kompostierbaren Biokunststoffen, die einerseits auf die Lösung von spezifischen, über das einzelne Produkt hinausgehenden Umweltproblemen abzielen und andererseits mit einem systematischen Ansatz die Reindustrialisierung aufgegebener Industriestandorte durch den Aufbau regional integrierter Bioraffinerien ermöglichen.

 

Die neue Generation von Werkstoffen, die zwei bewährte Technologien – komplexierte Stärken und Polyester aus Ölen – mit zwei neuen Verfahren verbindet, eignet sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen: für steife und flexible Folien ebenso wie für die Beschichtung, den Spritzguss, die Extrusion und das Tiefziehen. Sie zeichnet sich durch einen noch höheren Anteil an nachwachsenden Rohstoffen aus, verringerte Werte bei Treibhausgasemissionen und eine noch geringere Abhängigkeit von fossilen Ressourcen.

Durch den industriellen Einsatz der beiden neuen Technologien werden aus nachwachsenden Rohstoffen zwei Monomere gewonnen: In einem weltweit bislang einzigartigen Verfahren werden über einen chemischen Prozess aus Pflanzenöl Azelain- und andere Säuren gewonnen (Matrìca); das andere Monomer wird durch die Fermentation von Zuckern zu 1,4-Butandiol hergestellt; Novamont errichtet über das Tochterunternehmen Mater-Biotech derzeit die weltweit erste Anlage, in der diese Technologie des Lizenzgebers Genomatica eingesetzt wird.

Auf der European Bioplastics Conference 2009, in Berlin, hatte Novamont die Roadmap für zukünftige Generationen von Mater-Bi

®-Werkstoffen vorgestellt; die damals festgelegten Ziele konnten dank strategischer Allianzen beharrlich weiterverfolgt werden. Mit Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Euro werden derzeit zwei weltweit einzigartige Produktionsanlagen errichtet:

in Porto Torres (Sardinien) im Rahmen von Matrìca, einem paritätischen Joint Venture von Novamont und Eni Versalis, zur Herstellung des einen Monomers, der Azelainsäure, sowie einer breiten Palette chemischer Produkte, aus Pflanzenöl.

 in Bottrighe (Region Venetien), über das Tochterunternehmen Mater-Biotech, zur Herstellung des zweiten Monomers, dem 1,4-BDO.

„Mit der heutigen Mitteilung bekräftigen wir nicht allein unsere Führungsstellung im Bereich umweltfreundlicher Technologien und Produkte, sondern wir erreichen zugleich ein sehr wichtiges Zwischenziel der langfristigen Strategie, mit der Novamont die Entwicklung einer Bioraffinerie der dritten Generation vorantreibt: regional verortet, basierend auf proprietären und miteinander vernetzten Technologien, die in von Stilllegung bedrohten Industrieanlagen umgesetzt werden. In Europa könnten solche Anlagen zum Katalysator für eine Wiederbelebung jener Gegenden werden, die es heute sehr schwer haben – als Vorbild für ein regional ausgerichtetes Entwicklungsmodell, das seine Wurzeln vor Ort hat und doch global orientiert ist, das den Unternehmergeist aller beflügelt und im konkreten Umfeld zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen erzieht. Ich bin überzeugt, dass derartig integrierte Bioraffinerien, die sich am hohen Mehrwert verschiedener Produkte orientieren, in vorbildhafter Weise den Begriff der Bioökonomie umsetzen und eine wirkliche und große Chance für Europa darstellen", erklärte Catia Bastioli, CEO von Novamont.

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Novamont SpA ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Werkstoffen und Biochemikalien unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Mit 323 Beschäftigten (20 % davon vollzeitbeschäftigt im Bereich F&E) hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von über 135 Millionen Euro erzielt und beständig in Forschung und Entwicklung investiert (4,9% des Umsatzes aus 2012). Die Gesellschaft hält ein Portfolio mit rund 1000 Patenten. Firmensitz ist Novara, die Produktionsstätte befindet sich in Terni, Forschungslaboratorien betreibt das Unternehmen in Novara, Terni und Piana di Monte Verna (Region Kampanien).

Novamont ist über Tochterfirmen in Porto Torres (Region Sardinien) und in Bottrighe (Region Venetien) tätig. Vertriebsniederlassungen unterhält das Unternehmen in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten, Vertreter des Unternehmens arbeiten in den Beneluxstaaten, Skandinavien, Dänemark, im Vereinigten Königreich, China, Japan, Kanada, Australien und Neuseeland.

Presseabteilung Novamont -

Tel. +39 0321 6996.11

mobil: +39 340 1166426

 

 


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