Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Am 13.12. fand in Donaustauf im Landkreis Regensburg das C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch „Kleinwindkraft und Photovoltaik zur Eigenstromversorgung – gewusst wie!“ statt. Daran nahmen rund 100 Personen teil.

Inhalte waren neben der dezentralen Stromerzeugung aus Sonne und Wind die Möglichkeiten der Eigenstromnutzung durch Verbrauchsverschiebung, Lastmanagement und Smart Grid, sowie der Stand von Technik und Wirtschaftlichkeit in der Speicherung.

Robert Wagner begrüßte alle Teilnehmer und stellte das vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geschaffene Projekt „LandSchafftEnergie“ vor.

Im ersten Vortrag der Veranstaltung stellte Franziska Materne von C.A.R.M.E.N. die Möglichkeiten des PV-Eigenverbrauchs vor dem Hintergrund typischer Lastgänge von Viehhaltungsställen vor und betonte dabei, dass der Eigenverbrauch in Kombination mit Lastmanagement und Speichertechnologien ein enormes Potential für die Zukunft bei Photovoltaikanlagen darstellt.

Sebastian Geier von IBC Solar zeigte auf, dass Strom aufgrund steigender Haushaltsstrompreise und der wachsenden Strompreisentwicklung in der Landwirtschaft gespeichert werden sollte, um somit eine zusätzliche Erhöhung des Eigenverbrauchs zu erzielen. Stromspeicher im Haushalt sind seiner Meinung nach marktfähig, wohingegen die Berechnungen für Speicher im landwirtschaftlichen Bereich nur wirtschaftlich werden aufgrund zukünftiger Strompreissteigerungen.

Michael Hentschel, C.A.R.M.E.N., gab einen Überblick der Möglichkeiten des Einsatzes von Lastmanagement und Smart Grids. Dabei konnte das Potential der Lastverschiebung aber auch einhergehende technische Herausforderungen mit Smart-Home- oder Smart-Meter-Systemen herausgearbeitet werden. Die Möglichkeit des Einsatzes von Smart-Home-Systemen unabhängig vom Smart Grid erlaubt eine schrittweise Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils durch manuelle Optimierung.

Im Anschluss stellte Maria Kopfinger, C.A.R.M.E.N. e.V., verschiedene Leistungsklassen von Kleinwindenergieanlagen vor und bot einen breiten Überblick zur Wirtschaftlichkeit. Wirtschaftlichkeitsvoraussetzung sei u.a. eine für den jeweiligen Standort geeignete Windanlage, in Bayern i.d.R. Schwachwindanlagen. Fazit ihres Vortrags war, dass der wirtschaftliche Betrieb von Kleinwindanlagen nur durch eigenen Verbrauch möglich ist, da die Einspeisevergütung nach EEG zu niedrig ist.

Markus Sporrer, Geschäftsführer der Firma SM Energy GmbH, stellte die genehmigungsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Bau einer Kleinwindanlage vor und ging weiterhin auf die Wichtigkeit der detaillierten Standortanalyse ein, da das Windpotential nur so ermittelt werden könne.

Michael Leupold, Geschäftsführer der Firma EusaG mbH, bot in seinem Vortrag „Persönliche Energiewende mit Wind – Technik von Kleinwindanlagen“ einen umfangreichen Überblick hinsichtlich verschiedener Typen von Windkraftanlagen, Montagefaktoren und Anwendungsmöglichkeiten für den erzeugten Windstrom.

fg-kleiwind-exkursionExkursion zu einem Kleinwindrad

Im Anschluss an die Veranstaltung fand eine Exkursion unter fachkundiger Betreuung des Kleinwindanbieters Michael Leupold, Geschäftsführer der Firma EusaG mbH statt. Besichtigt wurde eine Kleinwindenergieanlage im 10 km entfernten Altenthann. Die Fachgesprächsteilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, die Windanlage vor Ort und zu begutachten und zeigten sich begeistert von Technik und Betrieb der Anlage. Die Exkursion stellte somit einen gelungenen Abschluss des Fachgesprächs „Kleinwindkraft und Photovoltaik zur Eigenstromversorgung – gewusst wie!“ dar.

Download des Veranstaltungsprogramms


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