Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Jährlicher Bericht des BMWi „Energie der Zukunft“ dokumentiert Verlauf der Energiewende

Straubing, 6. Juli 2018 * Im sechsten Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“ stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Stand der Energiewende in Deutschland für das Jahr 2016 dar. Im Monitoring-Jahr 2016 liegen die Erneuerbaren Energien bei anteilig 31,6 Prozent am Bruttostromverbrauch. Fast jede dritte verbrauchte Kilowattstunde wurde damit aus Sonne, Wind, Biomasse & Co. produziert – mit steigender Tendenz.

Darüber hinaus dokumentiert der Bericht für 2016 einen Rückgang der Ausgaben der Letztverbraucher für den Endenergieverbrauch von 215 auf 212 Milliarden Euro. Diese Entwicklung zeige sich auch beim Anteil der Endenergieausgaben am nominalen Bruttoinlandsprodukt, der im Vergleich zum Vorjahr von 7,1 auf 6,7 Prozent zurückging. Auch sanken die Ausgaben für Strom 2016 gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf den niedrigsten Stand seit 2010. Der Strompreis ist seit den letzten fünf Jahren damit weitestgehend stabil. Weitere Informationen zu Entwicklung und Zusammensetzung finden Sie in unserem Informationsflyer „Der Strompreis für Haushaltskunden“.

Trotz der positiven Entwicklungen kritisiert die von der Bundesregierung einberufene unabhängige Expertenkommission zum Monitoring-Prozess, dass die geplanten CO2-Einsparungen bis 2020 nicht erreicht werden. In vielen Bereichen hinke die Energiewende hinterher. So bestünden unter anderem noch erhebliche Defizite bei der Steigerung der Energieeffizienz, dem Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmesektor und bei den Entwicklungen im Verkehrssektor.

Im aktuellen Statusreport der Agentur für Erneuerbare Energien „Föderal Erneuerbar 2018“ wird deutlich, dass die Bundesländer für die Gestaltung der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Franz Josef Pschierer, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie betont in diesem Zusammenhang: „Die Staatsregierung hat sich in ihrem Energieprogramm 2015 zum Ziel gesetzt, die wegfallende Stromproduktion aus Kernenergie vorrangig durch einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zu kompensieren.“ Die sinkenden Stromgestehungskosten für Erneuerbare Energien dürften sich positiv auf die angestoßene Entwicklung auswirken.

C.A.R.M.E.N. e.V. setzt sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien und einen effizienteren Umgang mit Ressourcen in Bayern ein. Dazu bietet das Netzwerk eine kostenfreie, neutrale Beratung aller Interessensgruppen an, organisiert Fachveranstaltungen und erstellt Publikationen zu den Themen der Energie- und Ressourcenwende. Auch bei der Endverbraucherberatung, etwa zum Wechsel von Stromanbietern oder zum Energieeinsparen können die C.A.R.M.E.N.-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter weiterhelfen.

Weitere Informationen zum C.A.R.M.E.N.-Beratungsangebot finden Sie hier.


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