Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Schmuckbild Geld Ausschnitt HaupseiteBerlin, 30. Juni 2017 * (Pressemitteilung des BMWi)
Ab dem 3. Juli wird die Förderung von Brennstoffzellen-Heizungen ausgeweitet und kann auch durch kleine und mittlere Unternehmen, Contractoren sowie Kommunen für Nichtwohngebäude beantragt werden.
Außerdem setzt das neue Förderprogramm „Modellvorhaben Wärmenetze 4.0“ ab dem 1. Juli 2017 neue Impulse für innovative Gesamtkonzepte für die erneuerbare Wärme und Kälteversorgungs auf Stadtteil- und Quartiersebene. So werden Modellvorhaben für die Nah- und Fernwärme der Zukunft heute schon gefördert.

 

Brennstoffzellenförderung

Wer Brennstoffzellen-Heizungen in Nichtwohngebäuden einsetzt, bekommt ab dem 3. Juli 2017 eine Förderung vom Staat. Damit wird das Technologieeinführungsprogramm für Brennstoffzellen-Heizungen noch attraktiver als bisher. Im August 2016 startete zunächst die Förderung für den Einbau von Brennstoffzellenheizungen bei privaten Wohngebäuden. Ab dem 3. Juli 2017 kann die Förderung auch durch kleine und mittlere Unternehmen, Contractoren sowie kommunale Gebietskörperschaften für ihre Nichtwohngebäude beantragt werden.

Staatssekretär Baake: „Mit der Programmerweiterung der Zuschussförderung für Brennstoffzellen haben wir die Technologieeinführung noch weiter verstärkt. Die Neuerungen für den gewerblichen Bereich sind ein wichtiger Faktor, um diese hocheffiziente und zukunftsweisende Technologie breitenwirksam in den Markt zu bringen.“

Die bisherigen attraktiven Förderkonditionen bleiben auch bei erweitertem Antragstellerkreis erhalten. Die Förderung gibt es für stationäre Brennstoffzellen-Heizungen in den Leistungsklassen von 0,25 bis 5,0 KW elektrischer Leistung in neuen und bestehenden Gebäuden. Die Förderung ist gestaffelt nach der elektrischen Leistung der Anlage. Die Beantragung erfolgt wie bislang über die KfW in dem Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle“. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/433. Zudem steht Ihnen das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002 zur Verfügung.

Wärmenetze 4.0

Mit der Förderung von „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“ wird ab dem 1. Juli 2017 erstmals eine systemische Förderung im Bereich der Wärmeinfrastruktur eingeführt, mit der nicht nur Einzeltechnologien und -komponenten, sondern Gesamtsysteme gefördert werden. Wärmenetze der 4. Generation zeichnen sich durch hohe Anteile erneuerbarer Energien, die effiziente Nutzung von Abwärme und ein deutlich niedrigeres Temperaturniveau im Vergleich zu klassischen Wärmenetzen aus. Dies minimiert die Verluste, steigert die Effizienz und erleichtert den Umstieg auf Erneuerbare Energien in der Nah- und Fernwärmeversorgung. Solche Systeme können durch die Kombination von Wärmepumpen und saisonalen Großwärmespeichern zusätzliche Flexibilität für den Strommarkt bereitstellen und bieten die Chance, nur schwer dämmbare Gebäudebestände mit hohen Anteilen CO2-armer Wärme zu versorgen.

Staatssekretär Baake: „Mit der Einführung einer Förderung für Wärmenetze der vierten Generation setzen wir heute auf Systeme, die unserem Zielbild der Wärmeinfrastruktur der Zukunft im Rahmen der Energiewende entsprechen. Gerade im Hinblick auf sehr lange Investitionszyklen in diesem Bereich ist dies für die Erreichung unserer energiepolitischen Ziele bis 2050 von wesentlicher Bedeutung.“

Die Maßnahme dient der Umsetzung der Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG), konkret der ESG-Maßnahme „Schaufenster Erneuerbare Energien in Niedertemperatur-Wärmenetzen“. Gefördert werden zunächst Machbarkeitsstudien mit bis zu 60 Prozent, sowie in einem zweiten Schritt die Realisierung eines Wärmenetzsystems 4.0 mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Vorhabenkosten. Die Förderung kann beantragt werden beim BAFA; weitere Informationen dazu erhalten Sie in Kürze unter www.bafa.de.

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