Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


DSC 3294Straubing, 26. April 2017 * In einem Grundsatzbeschluss zur Dachmarke  „Straubing – Region der Nachwachsenden Rohstoffe“ schlossen sich die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen zu einem Netzwerk zusammen. Der Beschluss setzt die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Energiewende in der Region.

Mit dem Grundsatzbeschluss, welcher im Dezember letzten Jahres beschlossen wurde, sei das Selbstverständnis weiter bekräftigt worden, so Landrat Josef Laumer. Die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen ergänzen sich damit zu einem erfolgreichen Netzwerk. Die beteiligten Partner der Region der Nachwachsenden Rohstoffe sind neben der Stadt Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen auch C.A.R.M.E.N. e.V., das Technologie- und Förderzentrum, das Wissenschaftszentrum, das Netzwerk Forst und Holz, die BioCampus Straubing GmbH sowie die Hafen Straubing-Sand GmbH.

Teil des Beschlusses ist es, die Nachwachsenden Rohstoffe in der Region weiter zu etablieren und zu fördern. Dies beinhaltet die aktive Förderung von Unternehmen, welche im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind und die Umsetzung von Energieeinsparungsmaßnahmen oder anderen Projekten dieser Art. Außerdem wird die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen zukünftig den Aspekt der Nachwachsenden Rohstoffe bei der Vergabe von Bauaufträgen, bei deren energetischen Versorgung, der Organisation von Veranstaltungen und Ausstattung von Büroräumen berücksichtigen.

Im Rahmen der KoNaRo-Vortragsreihe im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) am Montag, den 24. April 2017 informierten Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Landrat Josef Laumer über die bisherigen Projekte und zukünftige Zielsetzungen der Region der Nachwachsenden Rohstoffe.

Die Stadt Straubing werde zukünftig verschiedene Bereiche des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe weiterentwickeln, so Pannermayr. Dies beinhalte den Ausbau der Studiengänge. Derzeit gebe es viele geplante Bauprojekte für die Hochschulentwicklung in Straubing. Ein weiteres Projekt stelle das NAWAREUM dar, welches sich bereits in der Bauphase befinde und die Menschen für das Thema Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien begeistern solle.

Mit einem Klimaschutz- und Energiekonzept habe die Stadt sich zum Ziel gesetzt, in allen Bereichen die Förderung der Nachwachsenden Rohstoffe voranzutreiben. Dieses Projekt greife in die Stadtentwicklung, die Bebauung oder die Anbindung an Verkehrssysteme ein. So seien hier die Umstellung von Straßenbeleuchtung auf LED, die Sanierung von Brunnen mit Pumpen, das Forschungsprojekt mit dem Technologie- und Förderzentrum zur Luftbelastung oder das Projekt zur Kunststoffvermeidung als einige Beispiele zu nennen.

Im Landkreis seien die Kommunen, die Unternehmen sowie die Bürger als Akteure einer erfolgreichen Energiewende zu nennen, so Landrat Josef Laumer. Mit einem Energienutzungsplan sei ein individueller Fahrplan für die Region erstellt worden. Als direkte Folge des Grundsatzbeschlusses nannte Laumer den Bauhof Bogen, welcher in Holzbauweise saniert wurde. Zudem entwickelte der Landkreis unterschiedliche Bildungsprojekte zum Thema Nachwachsende Rohstoffe.

Bild: (v.l.) KoNaRo-Referentin Sabine Gmeinwieser, Leiter des Wissenschaftszentrums Prof. Dr. Klaus Menrad, Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. e.V. Edmund Langer, Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Landrat Josef Laumer, Leiter des Technologie- und Förderzentrums Dr. Bernhard Widmann